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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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262 Mittlere Kirchengesch. 3. Per. I. 8001216.

stellvertretende Genugthuung eines sterbenden Gottmenschen wiederherge-stellt werden.^) Am Ausgange derPeriodeP e t ru s L om b ar du s , aka-demischer Lehrer und ss. 1159) Bischof von Paris sss 1164), in dessenSentenzen die ganze Kirchenlehre, aus den Vatern geschöpft, als ein wissen-schaftliches Ganze zusammengefaßt und gegliedert ist, mehr durchGemessen-heit, Ausgleichung der Gegensätze und Gemeinverständlichkeit, als durchScharfsinn oder Tiefe das Handbuch des damaligen, das Vorbild des näch-sten Jahrhunderts?) In der philosophischen Grundlage stellte sich ein al-ter Streitsatz der griechischen Philosophie als Realismus und Nomi-nalismus heraus. Dieser erklärte die allgemeinen Begriffe snnivsrsa-11a) für Abstraktionen des Verstandes aus den gegebenen Gegenständensxost rsiu), jener für das Ursprüngliche sants rein) ?) Dieser Gegensatzzeigte seine theologische Bedeutung sofort im Streite des Anselmns ge-gen den gelehrten, schriftkundigen Roscelinus, Canonicus zu Com-piegne, der, mit seiner Schürfung des Nominalismus zu gänzlicher Ver-flüchtigung der allgemeinen Begriffe, des Tritheismus beschuldigt, auf derSynode zu Soissons s1092) widerrief?) Wie die Kirche in ihrenGrundlehren, Trinität, Erbsünde, Erlösung, realistisch dachte, fühlte sieeine auflösende Macht im Nominalismus.

H. 194. Die Mystik. Erst- Periode.

Linolät tiiet. IM. rnz-stioos. kick. 762. H. pchmid, d. Mystic. d. MA. in s. Ent-stehungSpcr. Jena 824. A. Liebner, Hugo v. S. Victor u. d. thcok. Richtungen sr. Zeit.Lpz. 832. A. Helssmch, d. chr. Mystik, Eniwicklungsgesch. Gotha 842. W. preger,Gefch. d. dt. Mystik in, MA. Lpz. 874. B. I. I. Görres, die chr. Mystik. Rgnsb.838 ff. 3 B.

Die gefühlvolle phantasiereiche Richtung des Zeitalters stellte sich inlebenskräftiger Mystik dar, einem Streben, sich im Gefühl unmittelbarmit der Gottheit zu vereinen, der Kirche befreundet, doch gegen ihre Miß-bräuche sittlich streng. Bernha rd fand das höchste Leben in unendlicherLiebe Gottes, welche mächtig in Thaten und Entsagungen, dichterisch imAusdrucke, aller Gotteserkenntniß Quell, fichs doch bewußt ist, unaus-sprechlich zusein im Begriff?) Richard v. S. Victor sff 1173) offen-barte die Geheimnisse des Menschenherzens, mit den Worten ringend, inbiblischen Allegorien, indem er die Wege der Contemplation beschrieb, auf

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n Bis. äs sollt eint u munäi, äs conbtäeiLtione, äs äilixsnäo Oso, 1r. o«i Hu-jioneiu äs 8. Vict. Brg. H. 167. 184.