Cap. V. Ausbreit. d. Kirche, tz. 199. Slaven. Cyrill. 271
Boleslav dem Milden ss. 967) einen blutigen Sieg und das Bis-thumPrag s972j, für das der Papst den römischen Ritus bedingte. DasBisthum ein Werk und Mittel deutscher Macht. Nach der mißlichen Ver-waltung eines Sachsen ist durchOttoll Ad albert aus edlem czechischenStamme sWoyciech) als Erzbischof eingesetzt worden s983), der doch im, schmerzlich empfundenen Widersprüche seiner slavischen Angehörigkeit mit
- seiner deutschen Verpflichtungund in der Verzweiflung eines sittlichen Ein-^ flusses auf die Rohigkeit seiner Heerde. dreimal nachRomgeflohnistinden: FriedendesMarien-Klosters aufdemAventin?) Die Wen den, zwischen! derSaale und Oder, untervielerlei Volksstämme und Fürsten zertheilt, er-i wehrten sich mühsam der Deutschen. Otto I wollte die mit dem Sckwert^ erworbene Herrschaft durch die Taufe sichern, und gründete seine Bisthü-
- mer nicht nur als Burgen der Kirche, sondern auch der Zwingherrschaft.i Daher warfen die Wenden unter Mistewoi s983) mit der deutschen) Herrschaft auch das Christenthum von ihren Racken. Sein Enkel Gott -! schalt, der die wendischen Stämme zu einem Reiche verband s1047),
wurde mitten in seiner nationalen Begründung des Christenthums ermor-det s1066), die altväterlichen Altäre wurden mit dem Blute christlicherPriester neu geweiht, und jede Spur des Christenthums verschwand.
- Nachdem derHerzog von Polen, B o les lav III, Pommern erobert hatte,bewirkte der hierzu eingeladene Bischof O tt o von Darüberg unter bi-schöflichem Gepränge die Taufe der Pommern sl 124, 1128).°) Die an-dern Stämme wurden durch die sächsischen Fürsten, insbesondere durchHeinrich den Löwen s1142-62) bezwungen und bekehrt. DeutscheColonien zogen in das verödete Land, alles wurde deutsch und christlich bisaus kümmerliche Überreste wendischer Sitte und Spräche?) Die letzte Burgwendischer Götter und Freiheit auf Rügen verbrannte der Staatsmannund Seeheld Bischof Absalon sArel) von Roeskilde s1168)F) Nach
rtj Losnrns Hs1125j 6dron. Lodern. I8orr. rer. Lodkiu. Lrnz. 784. 4?. I.jVitn 8. Imäar. sDobmr, Abh. d.Böhm. Ges. d. Wiff. 788. S. 417.j VitaS. Lnärn.et 8. V'onosstai Liiot. Ldristinno äs 8onln, jXotn 88. 8ext. 4. V. p. 354. 4. VII.
. x. 825.1 Vrin 8. Lldorti von Io> LanuxLiius vor 1002, vonLrnno tznorknrtsnsis 1884.jNon. 6erm. 1. VI. x. 577.j Eine bisher unbekannte Lebensbeschr. des h. Ad. jum1888j hrsg. v. Giestörecht, Kngsb. 8kg. Mlläolx, dlonn. dist. Lod. LINA. 867. —L. palackg, Gcsch. v. Böhm. Prag 836. B. I. Tormpaldt, Adalb. v. Prag. sZts. f..hist- Th. 853. H. 2.j —ÜVatlenöach, d. slav. Lit. u. d. altruss. Legende v. h. Wenzel.jAbhh. d. hist. Phil. Gcsellsch. Brsl. 857. B. I.j A. Äind, KGesch. Böhm. Prag 862.jB.I. ejVitns Ottonrs Lninb. jLdo u.Lsrdorckj eä. R. Lvsxdo. jHon. 6erin. 1'. XIV.>x. 721.jG. Hang, Quelle d. ältesten LebenSbesch. jVita. LriellinZensisj d. Pommerapost.iStettin874. —sI.v 5ellj Otto v. Bamb. Stettin 792. 6. Voldmann, cio 0. LeZiom.>868. L. 5utz6erh, L. d. h. O. Rgnsb. 866. /> I. NächstWittichind. Thietmar, Adam
v. Bremen u. Saro Gramm., Lolmolä, jPfarrer zu Bosow b. Lübecks Odron. Klnvoruinjb. 1178s sii. LanZort, Lud. 659. 782. 4. jAorr. 6eru>. 4?. XXI.s II. Aanngieher,BekehrungSgesch. d. Pommern. Greifsw. 824. ä. Bartlsold, Gesch. v. Pom. u. Rügen.Hamb. 839. B. I. Giesebrecht, wend. Gcsch. 788-1182. Brl. 843. 3 B. s> Dmüer,B.II. Abth. 1. S. 328. Abth. 2. S. 781. Eslrup, Absalon. A. d. Dän. v. Mohniiie.stZts. f. hist. Th. 832. B. II. St. t.s