272 Mittlere Kirchengesch. 3. Per. I. 800—1216.
Polen hatten Flüchtige bei dem Sturze des mährischen Reichs dasEvan-gelium gebracht. Durch die Vermälung des Herzogs Mieci slav miteiner böhmischen Fürstin wurde das Christenthum Staatsreligion s966).Durch seine zweite Vermälung mit der Tochter des Markgrafen Dietrichund durch die Abhängigkeit vom deutschen Reich näherte sich Polen der rö-mischen Kirche, Pflegte mit Vorliebe diese Verbindung, zahlte dem h. Pe-trus Zins, und der vorherrschend slavische Ritus ward allmälich aufge-geben?) Langenoch feierte dasVolk in halberTrauer unterKlageliederndie Ertränkung der alten Götter?)
§. 200. Ungarn und Siebenbürgen.
8anotonimI1un§. 743. 2 4. LobvLnätüsr, 8crr. isr.
Vlnä. 746. 5. 1.1. kHsr, Ooäex. älplomatieus eeel. et elv. liuäae 820.
4?. I. Lu§. vett. ^onn. IIunF. saerLlli illustrantis.. liom. 850. t'. 1.1. —
p. Maislilt), Gesch. d. Magyaren. Wien 828. B. I.
Jn Constantinopel als Gastfreunde ließen sich ungarische Fürsten einsttaufen, ihr Land war durch die deutschen Raubzüge voll christliche Leib-eigne. An diesen hatte das Christenthum einen Stützpunkt, als durch dieSiege der sächsischen Kaiser ein friedliches Verhältniß mit Deutschland her-gestellt war, und der BischofPiligrin von Passau die Bekehrung derUngarn zur Erweiterung seines Sprengels unternam?) Herzog Gey sas972-97) bauteKirchen und opferte den Göttern, weil er reich und mäch-tig genug war, beides zu thun. Sein Sohn Stephan s997-1038)führte Ungarn in den Staatenverband der civilisirten Völker ein, gab derKirche eine feste aufNom gestellte Verfassung, und nam mit des Kaisers Be-willigung und desPapstes Segen dieKönigskrone?) DerneueKönig, vonChristen und Deutschen umgeben, hatte die alten Volksrechte mannichfachgekränkt. In den politischen Stürmen der nächstenJahrzehnte nach seinemTode machte das Heidenthum einen gewaltsamen, mit Gewalt zurückgetrie-benen Versuch seiner Wiederherstellung. Stephan hat der Kirche mit demSchwert auch Siebenbürgen eröffnet, in das die sächsische Einwande-rung unter Geysa II st 143) christlich-deutsche Bildung trug.
tz. 201. Finnen, Licven, Csthen.
Erich der Heilige von Schweden unterwarf die Finnen sl 157)sich und der Kirche. Doch galten ihre Zauberer ihnen noch lange mehr alsihre Kleriker?) Nach Lievland hatten die deutschen Seestädte Handelsver-bindungen eröffnet. Der Canonicus Mernh ard aus Bremen versuchte
/») I. Nächst Thictmar, Martini ttalli sum 1130) Oiiion. koi. sä. Lanätkis, Varsov.824. Vinoeut äs LEudek, sis 1226) äs gestis koi. sDiiiZosa, Ilist. iVI. I,xs. 71t.k. r. I.) II. L. v. Lxiese, KGesch. d. K. Pohl. Brsl. 786. B. I. liöpell, Gesch. Pol.Hamb. 840. B. I. Beil. 4. Zts. f. hist. Th. 843. H. 2. r) Glimm, deutsch- Mythol.B. II. S. 733.
a) Dümmtcr Iß. 199, v.h d) Vita 8texl>. RsZis st Xxost. UllALt. sei. V/sttöL-dack, svion. 6srw. I'. XIII. x. 225.) Liiartvitiiis, Vita 8. 8texd. IZoiivunäta.8sii. x. 414.) L> Loliar, äs orixz. stusu xerpstuo xotestatis Is^isi. eiics.sasrLsxx. ItsAUM Ilung. Vinä. 764. Uoranxi, äs s. eorona Ilunx. ?sstd. 790.c>) Oerubjalm I. e. IV, 4. Mone, B. I. S. 43.