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Neue Kirchengesch. 5. Per. I. 1517—1648.
kalben enger zusammentraten, und 1531 einen genau gegliederten Bundzur gewaffneten Vertheidigung abschlössen, die Fürsten mit den mächtig-sten Städten in Nieder- und Ober-Deutschland. derKurfürst von Sachsenund der Landgraf als Bundes-Hauptleute?) Alle Unzufriedene mit demkaiserlichen Regiment lehnten sich an diese imponirende Macht, selbst Baiernim Mißvergnügen über die Einsetzung Ferdinands zum römischen König.Der Sultan Suleiman bedrohte Deutschland, zunächst Östreich, der Kai-ser mußte den innern Frieden und eine mächtige Türkenhülfe nm jedenPreis erkaufen; auch seinBeichtvaterrieth.vonderPhantafie. Seelen retten,abzustehn. und nur gehorsame Unterthanen zu gewinnen?) Daher unterVermittlung von Kur-Mainz und -Pfalz der Religionsfriedezu Nürnbergs23.Juli 1532s geschlossen wurde/) kraft dessen beide Theile versprachen,sich bis zum Concilium nicht feindlich anzufallen ; als bloße Anerkennungder Thatsache, daß die Katholiken noch nicht angreifen konnten, die Pro-testanten aus Gewissenhaftigkeit nicht wollten. Der Friede galt nur den-jenigen. die sich bereits zur Augsburgischen Confession bekannt hatten.Der Kaiser verbürgte die vorläufige Einstellung der Processe in Sachender Religion.
II. Helvetische Reformation bis 1531.
Ägid. Tschudi, schweiz. Chronik. sJ. änchs, Tsch. Leben u. Schrr. S. Gall. 805. 2 T.II. Vogel, Tsch. als Staatsmann u. Geschichtschr. Zür. 856.) Anrhelm, Beiner Chronik.sS. 321) B. V. Lullinger )S. 377). — I. v. Müllers u. li. Glutz-Älotzheims Gesch.Schweizer. Eidg. )5 B.) srtgs. t>. I. I. Hottinger, k. 7. B. lb. 1531) Zür. 825-9.tz. 298. Zwinglis Jugend und Lehre.
I. Opx. eä. Uuultbsi, 1?itz. >545 s.) 581. 41?. l. H> Lobuler st 3.8obultboss, HZ.828-42. 81?. sl. 2. T. die deutschen. 3-8. T. die tat.. jene auch in tat. Übcrs.? Ausz. v. L.Usteri u. Vögelin. Zür. 819 f. 2 B. Auswahl a. d. prakt. Schrr. v. U. Lhritloffel, Zür.843 s. 8 B. OooolLnrxuäii6t3vin§Iii 1. IV. Las. 536. l.) 592. 4. Vor dcnf:Ysv. H^vvnii lüx. äs vitu st oditu 2. Thristoffel, Hulr. Zw. Leben u. ausgewählteSchrr. Elbrf. 857. sVäter d. ref. K. 1. T.) — II. 3. 6> lloss, Vie MII. 2. Usr. st 6sir.819. M. Anm. v. L. Usteri. Zür. 811. I. Schüler, Z. Gesch. sr. Bildung;. Reforma-tor. Zür. 819. I. hottinger, H. Z. u. s. Zeit. Zür. 842. E. Aoeder, HZ. s. Freundeu. Gegner. S. Gall. 855. 3.1?ioblsr, 8. 2. (Is bertiberovimer. 857. Möritiofer,u.Zw. Lpz. 867.
Huldreich Zwingli, des Ammans zu Wildenhus Sohn sgb.l.Jan.1484s. hatte in Basel eine humanistisch gelehrte und freisinnig theolo-gische Bildung erhalten. Er blieb den Freuden der Welt nicht fremd, einMeister im Lauteschlagen. doch immermehr vertieft er sich ss. 1513s in denGrundtext des N. Testaments, die Meinung Gottes aus seinen eignenWorten zu lernen. Nach einem Jahrzehent seines Pfarramtes zu Glarus,Pfarrer zu Einsiedeln s1516s ward er durch den Zudrang zum wun-derthätigen Marienbilde veranlaßt zu predigen, daß Christus der einigeMittler, und nicht Maria, die reine Magd. anzurufen sei. Durch den Ruf
b) Match B. XVI. S. 2142. Hortleder B. I. VIII, 7. s) Briefe an K. Karl V, v. s.Beichtv. Mitgeth. sa. d. span. Reichsarchiv) v. E. Heine, Brl. 848. ch Molch B. XVI.S. 2182. Hortleder B. 1.1, 10.