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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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Cap. VI. Kalh. Kirche s. 1814. tz. 437. Plus IX. Italien. 673

gereicht hattet) Einige römische Prälaten ^ und zahlreiche Priester habensich der nationalen Sache zugewandt: aber die Meisten fühlten sich gebun-den durch den Groll der Bischöfe gegen die neue Ordnung, deren fried-liche Befestigung nicht zu erwarten war. so lange Briganten meinen durf-ten für den heiligen Vater zu rauben und zu morden. Als ausgemachtgalt unter Freund und Feind, daß. sobald Frankreich die Hand abziehe,die weltliche Herrschaft des Papstes ein Ende habe. Vermittlungsvor-schläge aus Paris boten dem Papst Rom in klösterlicher Stille und einenGarten, oder nur die Leoninische Stadt mit persönlicher Souveränitätund Jahresrente durch die katholischen Staaten/) er hat dem Allen, wieder Anerkennung des Raubkönigthums, an dessen Bestand er nicht glaubte,sein iroir xo88rirnn8 entgegengehalten. Da hat Napoleon, in die Mittegestellt zwischen eine römisch katholische Partei in seinem Lande und inseinem Hause, welche ihre Treue nach seinem Verfahren gegen den h. Va-ter ermaß, und zwischen eine ebendaselbst nicht minder mächtige liberalePartei, welche aus die idealen Erinnerungen seiner Jugend und auf dieGefahr hinwies, daß sein an Italien gewonnener Ruhm sich in nationalenGroll verkehre/) mit Victor Emanuel die Convention v. 15. Sept. 64geschlossen: Italien verpflichtet sich das gegenwärtige päpstliche Gebietnicht anzugreifen, vielmehr jeden Angriff auf dasselbe von außen zu hin-dern, es wird als Pfand dieses Friedens Florenz zur Hauptstadt machen,dafür wird Frankreich seine Truppen allmälich aus dem Kirchenstaat zu-rückziehe Die päpstliche Regierung hat einen Hülferuf an die katholischeChristenheit gegen solche Preisgebung erhoben.") Florenz wurde die vor-läufigeHauptstadt desKönigsreichs, das, obwol zu Land und zur See vonÖstreich geschlagen, in der Schlacht von Königsgrätz Venetien gewann.Garibaldi in seiner gränzenlosen Uneigennützigkeit ist trotz seiner Schmäh-reden auf das Papstthum als das Krebsgeschwür Italiens der Held desitalienischenVolksgeblieben. Als er nach demAbzug derFranzosen, ohnedie Zeit erwarten zu können, im Herbst 67 mit einem Freischaarenzug denRest des Kirchenstaats überfiel, um die wahre Hauptstadt Italiens zu ge-winnen, ist ein französisches Heer in Civita vecchia gelandet, und dieschlechtbewaffnete italienische Jugend verblutete auf dem Schlachtfeldsvon Mentana. Die Franzosen nach einiger Befestigung von Rom hieltenseitdem die Umgegend und den Hafen des Kirchenstaats besetzt.

z. 438. Pius IX. III. Der Unfehlbare.

Das ökum. Conc. Stimmen a. Maria>Laach,*Freib. 869 f. vosumentn illastr.

g> G. 5peM, Cavour. sNeuer Plutarch. Lpj. 875.s Preuß. Jhib. 876. H. 4. r) NächstCardinal d'Andrea, I°r, Iiivoranl! II kapato, I'Imxsio s il KSANV ctltalia. I'ir. 862.I.L Oottiinn Oattol. 6 In 81vol. Itsl. klr. 862. Onrlo krssLZIir, kio causa Itatica»<I Lxiseoxos. klar. 861. Sein Journal: il NsUintars. s) svo I» Unäronniärss I-skaxe st le Oonxiss. kar. 859. Lpz. 869. r> ristii snt. u, I,s6ouveinsmsnt tsill-xorsl ässkaxssfuxs xnr In Oixloinatis Irrens. knr. 862. Besonders x. 150 der BriefLouis Napoleons an GregorXVI von 1831. u) Rundschr. Antonellis v. 19. Nov. 65:lourn. äs Lrnxellss Ifed. 1866. sA. KZ. 866. X. 33.j

Kirchengeschichte. 19. Aufl.

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