Cap.VI. Kalh. Kirche s. 1814. tz.443. Friedr. Wilh.IV. 695
verhaftet und nach Colberg gebrachte seine Diöceft legte Kirchentraueran. Friedrich Wi! h e l m IV fand diese Verwickelung noch ungelöst.Alle Bischöfe Preußens hatten sich im römischen Sinn erklärt, bis auf denFürstbischof von Breslau, der sich durch den Widerstreit seiner Überzeu-gung und seiner Stellung genöthigt sah, den Hirtenstab niederzulegensAug. 40 s.v) Der König gestattete die Rückkehr des Erzbischofs Dunins-j- 1842s, der mit der Ermahnung zum Frieden seinem Klerus befahl,bei der Schließung gemischter Ehen, da für die Erziehung der KinderBürgschaften zu fordern durch das Gesetz verboten sei, sich jeder zustim-menden Handlung zu enthalten.^ Der König errichtete eine katholischeAbtbeilungimMinisterium des Cultus, gab mit Verzichtung aufdaskls-ost in Sachen derLehre denVerkehrderBischöfe mitdem römischen Stuhlfrei und eröffnete Unterhandlungen mit demselben, in deren Folge derErzbischof Droste als wegen Kränklichkeit den Bischof von Speyer, Jo-hann von Geissel, zum Coadjutor und Nachfolger erhielt. Der Erzbi-schof, durch einen offenen Brief des Königs seiner Haft und jeder Schuldan revolutionären Umtrieben ehrenvoll entlassen?) erklärte formn für sei-nen Sprengel nurnoch beten zu wollen ?) auch hat er als Schriftsteller diebeiderseitige Freiheit wie die gegenseitige Freundschaft der Kirche und desStaats unbehülflich vertheidigt sss 184514) Die Hermesianer hatten be-reits sich selbst aufgegeben, und als ihre beiden letzten Wortführer inBonn wenigstens die Thatsache bestritten, daß Hermes gelehrt habe, wasdas Breve ihn lehren lasse, wurden sie auf Antrag des Coadjutors ihrerakademischen Ämter enthoben s1844s; auchPiuslX wies ihreBerufungaus sein eignes Rundschreiben sS. 668s als unverschämt zurück.») Überdie gemischten Ehen ist man auf die strengste Auslegung des Breve von1836 zurückgekommen, doch die Möglichkeit einer protestantischen Trau-ung ist gegeben und benutzt worden?) Die katholische Kirche hat in die-sem Streit ein mächtiges Selbstgefühl entwickelt, bis zur Drohung Deutsch-land noch einmal zu zerspalten?") Anderwärts unter ähnlichen Verhält-nissen wie in Preußen mußte der Klerus von denselben Einflüssen ergriffenwerden, die von schwächern Regierungen aufeine Volksvertretung gestütztkräftiger und milder zurückgewiesen werden konnten?)
A. AZ. 839. K. 20. A. KZ. 841.17. 31. ;>Brl. K3. 840. n. 64. 69. 74. Z. picht,M. t>. Dunin. Marienb 843. r) Brl. KZ. 841. K. 14. 9. vrg. 61. 842. dt. 3.
Eb. 842. IV 26. t) Meid. Frieden unter d. Kirche u. d. Staaten. Mimst. 843. 2 A.u) Bonner Zeits. 843. H. 4. Aktenstücke z. geh. Gcsch. d. Heim. ». Elvenick. Brsl. 845.Ätupp, die letzten Hermesianer. Siegen 844. u) Brl. KZ. 841. IV 37. 842. IV 31.ro> I. v. Eörres, K. u. Staat nach Ablauf der kölner Irrung. Weißend. 842. er) Diekath. Zustände in Baden. Rgnsb. 841. Dgg: IrebeniltS, die kath. Zustände in Baden.Carlsr. 842. Der Streit ü. gem. Ehen», d. KHoheitsrccht im G. Baden. Karlsr. 847.— M. Marti, Catholiea, Mittheilt, a. d. Gesch. d. kath. K. in Würt. Tiib. 841. Briefezweier Freunde ü. d. Motion d. B. n. Rottenb. Stuttg. 842. 2 A. Neueste Denksch. d.Würt. Staatsreg. and. röm. Stuhl, beleuchtet. Schaffh. 844.