726 Neue Kirchengesch. 6. Per. I. 1648—1877.
halb eingekommen s1826), in Süddeutschland haben sich Vereine deß-halb gebildet s1830)?) Sie wurden von Bischöfen und von Regierun-gen zurückgewiesen. In Frankreich traten vereidete Priester in die Ehe.aber französische Gerichtshöfe haben die Ehe ausgetretner Priester nichtanerkanntin Italien und Deutschland wurde sie gültig nach dem Gesetzüber die Civilehe. Die Liberalen namen zuerst an protestantischer Wissen-schaft theil. Einige als protestantische Katholiken. Wie Febronius dieGrundfeste des Kirchenrechts erschüttert hatte, so untergrub Blau dieGrundfeste des Kirchenglaubens?) Die alleinseligmachende Kirche solltemit der alleinseligmachenden Religion jedes frommen Herzens vertauschtwerden.s) Andre in guter Meinung zum Katholicismus. An die Stelle derMönchsreligion und der Heiligentugenden wollte Wer kmeister s-j-1823)die Religion des Evangeliums und Gellerts Moral setzend) Dem kirchlichscholastischen System stellteH i rsch er sch 1865 als Domdechant von Frei-burgj die lebendige Innerlichkeit einfachen Bibelglaubens entgegen, un-terwarf sich aber der päpstlichen Verurtheilung seiner Schrift zur Ausglei-chung der katholischen Kirche mit einer in Freiheitsträumen sich wiegendenZeit?) Nach Hug wandte S ch olz von neuem die Aufmerksamkeit aufdie jüngern Handschriften aus Constantinopel?) Zwischen den römischenund liberalen Katholicismus, je nach persönlicher Neigung. Stellungoder Wahrhaftigkeit bald mehr dem ersten bald mehr dem andern zuge-wandt. ist eine ideale Richtung getreten, welche die Kirche des Mittel-alters mit einer Glorie umgeben sah und durch Nachweisung religiöserIdeen und Gefühle in den katholischen Dogmen und Bräuchen den Ka-tholicismus mit der neuen Bildung zu versöhnen trachtete?) Als poetischkünstlerische Verherrlichung der Kirche ist sie ebensosehr von Chateaubriandwie von der romantischen Dichterschule ausgegangen, mit neuer religiö-ser Innigkeit dem Umschwünge des Volkslebens entgegenkommend. Diedeutsche Philosophie wurde bald gläubig bald allegorisirend auch in diekatholischen Dogmen gelegt. Die poetische und philosophische Richtungmit urkräftigem Geiste einigend, aber wenig bekümmert um geschichtlicheWahrheit, hat G örres sss 1848) nach seiner revolutionären Sturmzeit
e) Erster Sieg des Lichtes ü. d. Finsterniß. Han. 828. Mertw. Umlaufschr. d. Fürstbisch.v. Brest. Han. 827. über d. Bildung e. Vereins f. d. kirchl. Aufheb. d. Cölibatgcs. Ulm831. /I Krit. Gesch. d. kirchl. Unschlbark. Frkf. 7S1. §) sRellerj Katholiken. Für
Alle unter jeder Form das Eine. 3. A. Aarau 832. An den unbescheidenen Berehrerd. Heiligen, bcs. Maria. Hanau 801. Predigten. Ulm 812 ff. 3 B. lj Ü. einige Stö-rungen im richtigen Vrh. d. Kirchenth. z. Christenth. sTüb. Quartals. 823? Ü. d. Verh.d. Ev. z. Scholastik. Tüb. 823. Die kirchl. Zustände d. Gegcnw. Tüb. 84A. 3 A. Mach,Nekrolog. sTüb. Quartals. 886. H. 2? L) Gesch. d. Textes d. N. T. Lpz. 823. dl. 1'.Ar. I-xs. 830-5. 2 1. 4. !) p. Zimmer, Phil. Relgnsl. Landsh. 805. B. Mein,Daist. d. Phil. Rel. u. Sitten!. Bamb. 818. M Mndischmann, d. Phil. im Fortganged. Weltgesch. Bonn 827-34. 4 Abth. L. Zlaudenmaier, Encykl. d. theol. Wiff. Mainz834. — Tzschirner, Briefe ü. Rel. u. Politik. Lpz. 828. Aitljker, Beitr. zu d. Versuchen,den Kath. zu idcalisiren. Kngsb. 828. — H. Zacobg, zwei ev. Lebensbilder a. d. kath. K.sKreis der F. Galizin u. Sailer? Brl. 864.