734 Neue Kirchcngesch. 6. Per. I. 1648—1877.
Missionen verwandt/) Den Missionären blieb die Gründung der äußernKirche durch Taufen das Erste. 1. China hielten sie fast sterbend nochfest. Die aufgefangene Sendung einer Karte des Landes nach Rom er-neute die Verfolgung s1806s. DerBischofDufresne wurde enthauptets1815s. Ein entgeisterndes Märtyrerthum brachte der Bambus und dieGangue. Verfolgung und Duldung wechselte nach den Launen der Re-gierung. Weniger das Christenthum, als die Verbindung mit dem Aus-lande galt als Verbrechen, bis die Siege Englands auch der katholischenKirche ein Schutz wurden. Französischer Bekehrungseifer reizte doch denVolkshaß zu blutigen Thaten s1870s. Die Priester sind meist Eingebo-rene, theils in einheimischen Seminaren, theils in einem Zweige der Pro-paganda zu Neapel erzogen. Etwa 2 Tausendtheile des Volkes der Mittesindgetauft?) FürTibet hat eine französische Mission in Bongas. 1855festen Sitz, aber „gegen die satanische Nachäffung des Katholicismus"noch wenig Gläubige. 2. AusOstindien, wo Las Bekehren oft darinbestand, daß katholische und protestantische Missionäre einander ihre Gläu-bigen abnamen, kehrte der redliche Düb ois zurück s 1823s mit dem Ge-fühl eines vergeblichen Lebens, hoffnungslos, daß je das Evangelium dieVorurtheile LerHindu überwinden werde/) 3.In Siam unter Budhai-sten, obwol vomKönig begünstigt, war der Erfolg doch größer an heimlichgetauften sterbenden Kindern als an Lebenden/) 4. Der König vonCo-chinchina, wo die Christen unter dem französischen Bischof von Adrangroße politische Bedeutung erlangt hatten, pries die Weisheit des Kaisersvon Japan, der sich der europäischen Lehren entledigt habe, daher s. 1831einzelne Bedrückungen, v.ö.Jan. 33 Decretzur allgemeinen Verfolgung,die zwar von den Localbehörden ermäßigt, doch vornehmlich gegen Prie-ster wüthete, und der Papst feierte das Gedächtniß dieser Märtyrer /) derAbbeSchöffler an der Spitze einer inländischen Mission har wie Cy-prian geendet s1851s, der spanische Bischof D i az folgte seiner blutigenBahn. Ein französischer Kriegszug hat dort die Sache des Christenthumswenigstens mit verfochten/) 5.Jn Madagasc ar ist das Christenthumunter dem gegnerischen Eifer englischer und französischer Missionäre vomKönigshof aus begründet, niedergetreten und derzeit in der englischenForm wieder aufgekommen sS. 662s. 6. In der Freiheit Nordame-rikas hat auch die katholische Kirche durch Einwanderer und durch gute
a) Xirnnlss 4s In xioxuMtion äs Inloi. 834 ss. auch in deutscher, engt., flämi-scher, ital., span., portug. u. Holland. Sprache. A. KZ. 843. X. 100. Brl. KZ. 847.X. 52. d> G-sch. d. tath. Miss. rn China. Wien 845 fs. Rh-inw. Rcx. B. XXXIII.S. 281. XXX. 183. D. AZ. 845. X. 224. Hur, d. chin. Reich. Lpj. 8S8. 2 B.«) Dudens, I-ettrss on tirs 8tuts ok Odristianity ii> Inäiu. I.onä. 823. übrs. v. Hoff-mann, Neust. 824. Vrg. KHist. Archiv. 824. H. 3. rst DuIIsAvrx, Lvoc^ns äs LIsäos,Visurrs uxvst. äs 8iuin, vesciiption än roy. Ivul on 8iair>. Dar. 854. —4. Zov-rillA, Xinzäow anä xsoxls ok Sinur. l-oriä. 857. A. AZ. 835. Beil. X. 1Ü3.843. X. 143. Brl. KZ. 839. X. 78. /HD, Vsurllot, In Oodiinadine st Is lonquin.Dur. 859. A) Dogt, d. kath. K. in d. verein. Staaten. sTiib. Quartais. 841. H. 1.)