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Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz : Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtsschreiber / von Dr. Otto Hartmann
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Korsakoffs Niederlage.

Um Mitte August traf die Armee Korsakoffs an der Scliweizer-grenze ein und bezog bei Dörflingen, in der Nähe von Schaffkausen,ein Lager. Die ersten Infanterie-Abtheilungen langten dort am 14.und 15., die letzten am 23. an. Es waren dies die ersten russischenTruppen, welche in der Schweiz erschienen. 1 ) Etwas weiter zurückwaren noch die reguläre Cavallerie und die Artillerie. Korsakoff,der, wie es scheint, von der Geographie der Schweiz sehr unklareBegriffe hatte, beabsichtigte sogar zuerst, den grössten Tlieil derBeiterei in Schwaben zurückzulassen, in dem Glauben, er werdesie in dem gebirgigen Terrain der Schweiz nicht verwerthen können.Er hatte darüber von Augsburg aus an Kaiser Paul berichtet. Alleindieser ertheilte seinem General folgende geographische Belehrung(Rescript v. 9. August [a. St.?] Mil. III, Beil. 225, p. 355):Daich die Schweiz aus eigener Anschauung kenne, weiss ich, dass,sobald man einmal Bern erreicht und diese Stadt passirt hat, dasLand völlig flach wird und dass es dort, wenn auch hie und danoch Berge, zwischen denselben einzelne Strecken gibt, wo man

*) Nach einer angeblich vom 11. Mai aus Brieg datirten und von Milorado-witsch und Vukassowicli Unterzeichneten Proclamation an die Unterwalliser (abgedrucktin Kochs Memoiren Massenas III, p. 474475) könnte man vermuthen, dass schonim Mai eine russische Abtheilung ins Wallis eingedrungen wäre. Es lässt sich aberklar nachweisen, dass jene beiden Generale am Tage der angeblichen Unterzeichnungjener Proclamation nicht in Brieg gewesen sein können. Miloradowitsch kämpfte am12. Mai bei Bassignana an der Mündung des Tanaro, Vukassowich aber, der öster-reichische General, an demselben Tage bei Casale, beide waren also weit vom Wallis