In der Schlacht gefallen 58, vermisst 60, verwundet und ge-fangen 54, total 172. Ein anderer Bericht im Ministerium des Aeusserngibt als gefangen 145 Offiziere an, darunter (letzteres ist sicher) 3Generale: Markoff, Sacken und Lykoschin.
Die Anzahl der verlorenen Geschütze wird gewöhnlich auf100 berechnet, nach einer Statistik, die Miliutin gibt, wären es blos26 gewesen. Wenn man nun aber auch die Geschütze, die sichbeider in Eglisau stehenden Abtheilung, ferner unter dem Befehle Dura-soffs und TitofFs befanden, in Abzug bringt, so bleiben immer noch54 und wenn sich Miliutin auf einen Bericht Korsakoff’s stützt, sobrauchen wir eine Aussage dieses kopflosen Menschen, der überdiesein Interesse daran hatte, den Verlust möglichst gering anzugeben,noch nicht als ein Orakel anzunehmen. Mit der Zahl 50 werdenwir wohl etwa das richtige treffen.
Die Haltung der Truppen war, soweit der gemeine Soldat inFrage kam, im allgemeinen vortrefflich, die Führung, namentlichdie des Oberfeldherrn, unter aller Kritik. Noch müssen wir dasgeschlagene Heer auf seinem Bückzuge verfolgen. Durasoff hatteschon am Abend des ersten Tags eine Abtheilung auf das rechteRheinufer zurückgesendet und marschirte dann selbst, als er denWeg zu Korsakoff durch feindliche Truppen verlegt fand, nach demRhein, den er noch in der Nacht (26./27.) glücklich erreichte. Dieübrigen Truppen' zogen theils über Bassersdorf, Kloten und Bülaclinach Eglisau, theils über Winterthur nach Diessenhofen. Massenaverfolgte sie kaum, denn auch sein Heer war erschöpft und ausser-dem mochte er die Annäherung Suworoff’s fürchten.
Korsakoff, Durasoff und die gefangenen Generale, welche jeden-falls durchaus nicht alle gleich schuldig waren — man denke nuran die spätem Verdienste Sacken’s — wurden nach einer NotizMiliutin’s ihrer Stellen entsetzt. Paul selbst sprach sich in einemRescript an Suworoff vom 25. Oktober (Mil. IV, Beil. 93 p. 259)sehr ungünstig über Korsakoff’s Verhalten aus und forderte Suworoffauf, gleich nach der Vereinigung mit Korsakoff, dessen Heer in 3Abtheilungen unter dem Befehl seiner ältesten Generale zu theilen,also Korsakoff factisch abzusetzen, die Disposition des letztem fürdie Schlacht zu prüfen und ihm selbst Bericht zu erstatten. In seinerAntwort (ibid. p. 260) erklärt nun freilich Suworoff' Korsakoff’sDispositionen als richtig und sucht alle Schuld auf Durasoff abzu-