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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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goldnen Zeiten.

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Eonversations-Sprache hat, Eines Theils nur ausNoth so unregelmäßig sprach, und daß andern Theils,was sie mit diesem Syldcnmaas erreichte, wirnicht immer erreichen konnten. Aller Nachaffungen-vhngeachtet ist noch kein la Fontaine unter unsaufgestanden; wir hinkten'ihm nur nach.

Und fühlen es selbst, daß die deutsche Fabeleines regelmäßigen Sylbcnbaues bedürfe, daher un-ter unsern Fabulisten der so öftere Gebrauch des Lie-des, des Epigramms u. f. Kleist war meinesWissens der Erste, der das Kunstwerk der Fabel ineinem reinen Kunstbau des Versmaaßes darstellte;seine zwey versiffzicte Schicksalsfabeln, mehrere inGleim *), Pseffel u. a. sind auch dem Vers-bau nach in hoher oder stiller Naivetät Muster.

6 .

Mährchen und Romane.

Hat auch das Mährchen seine Regel? Uebel,wenn es solche nicht hatte, da bey seiner tiefen Ein-wirlung auf die Seele des. Menschen, bey sei-nen noch tiefern Grunde in unsrer Natur es einungeheures Mittel zu Bildung oder Mißbildung

Z. B. Die kleine Biene, Adler und Lerche, diefromme Nachtigall, Raupe und Schmetterlingu. f.