goldnen Zeiten.
jenem Cardinal, den Angela Bwonirotti unter denVerdammten kenntlich gemacht halte. Er mußte,wer er war, bleiben.
Um so sorgsamer, denkt man, sollte Mahrchenund Gedicht bey Namen der Gesc hichte verfahren,deren Verstand und Treue sie auf ewige Zeiten hinübergeben worden; welches aber der Fall nicht im-mer seyn möchte. Das Mahrchen nimmt den Wort-schall seines berühmten Namens meist aus einemdumpfen Gerücht; der Fibel. Rom an kleckt sichentweder an die Namen der Geschichte, die er nachseiner Weise verhandelt und mißhandelt, oder erkleckt sie, mißgünstig, und günstig an sich an.Der elendeste Nerlaumder endlich ist der erbettelndeRoman, der hie und da Züge hascht, sie einwebt,und mit Anekdoten fortbrcitet; ein armer Pfu-scher der Charaktere lebendiger Schöpfung.
„Du sollst nicht leu munden!" sagt das mo.ralische nicht nur, sondern auch das Kunstgebot.Bestehet deine Kunst darin, einer ehrbaren Gestalt,die Dir kein Leides zufügte, unvermerkt in der Ge-sellschaft oder auf dem Markt ein Papierchen an denMantel zu heften; wenn dir die Gesellschaftes verzeiht, verzeihet der Beleidigte es dir leicht.Geschahe es auf der Straße, so weißt du, was dirgebühret.
Außer solchen Rvmanschreibern, den Verstümm-lern historischer Charaktere, hat sich einezärtlichere Gattung an sie gemacht; Fledermäuse, dieihnen mit sanftem Munde das Blut entsaugen, Wer-