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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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352 Früchte aus den sogenannt-

dtcken, die Marco Polo u> a. beschrieben hatten,und er, westwärts gesucht, nahe glaubte. Mit An-crbietungen tritt er in Genua, Portugall,Spanien, auch durch seinen Bruder in Eng-land auf; endlich erlangt 'er, was er suchte, dingtsich große Bedingungen aus, fahrt; das nahe Ge-würz - und Goldland vor seinen Augen. Nach Un-muth und Lebensgefahr liegt Land vor ihm; wirklicheine neue, d. i. jüngere Welt, bewohnt von Völ-kern, die wie Kinder behandelt werden sollten, inder er aber nichts als jenes Gold- und GewürzlandMarco Polo's, Mandeville suchet und wün-schet. Da man ihn so gutmüthig aufnimmt, da erdie Schwache der Einwohner, und die Schönheit ei-ner neuen Schöpfung in so großen Strecken, in sovielen Inseln vor sich saht hatte ihm nicht St. Sa l-vador selbst belehren sollen, daß er jetzt diesenNamen zu erwerben habe, und keinen andern. Aberder Durst nach Golde und Gewürzen, das traurigeBedürfniß selbst, Spaniens Hoffnungen von seinemZuge, die Erwartungen des Hofes und der Theil-nehmer quälen ihn unerbittlich; seine rohen Spanierschweifen aus; Unglücksfalle erfolgen; er wird ver-schwörst, gestürzt; mit dem gcößesten Undank wer-den seine Verdienste vergolten. O Nemesis, an gros-sen Männern, wie strafst Du selbst den Irrthum ,die Uebereilung, den stolzen, zu raschen Eifer sohart! indeß die Folgen ihrer Irrthümer fortdauern.Was an diesem leidenschaftlichen Gegenstän-de der Epos gezeigt worden, findet mehrere seinesgleichen in der Geschichte, die des Epos wahrlichdoch werther sind, als das Wiedersingcn der geraub-ten Europa und Helena, Hcro und Leanders, Pria-

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