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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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416
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4-6 H o M e r un d O fs i a n.

kung des Wort? Telyn, das unsre Dichter da-mals oft brauchte», fragte. ,,Das sind solche Wör-ter, sagte er, die neuerdings zur ?,ierdr oder zurAusfüllung des Vene? gebraucht werden, deren Be-deutung aber man eben so genau nicht wissen darf-"— Ich fürchte, das obnc einen erläuternden, äus-serst verdrießlichen Lommentar bey den Lesern nordi-scher Gedichte dies lange der Fall sey» möchte. Diegriechische Mythologie lernt man als ein Alphabet inden Schulen; Dichter und Künstler erinnern unsunaufhörlich daran, und kalten sie fest in unsermGedächtniß; wo aber lernen, wodurch verewigen wir« uns diese NaMen?

A. Hiezu wäre der Weg leicht. Ist dieseMythologie der Aufmerksamkeit werth, so lerne mansie, wie die griechische; oder vielmehr, der Dichtetführe sie verständlich, angenehm, und behutsam ein.Wenn man das Fach der nordischen Literatur auchblos als einen Theil der europäischen Volke r-Geschichce, als einen Zweig des menschli-chen Wissens betrachtet, so sind die ungeheuren,gelehrten und großmüthigen Bemühungen, die eineReihe Beförderer dieses Studiums von Verelius,Magnäus und Torfäus an bis zu Thorke-lin und Su hm darauf gewandt haben, doch wohlder Aufmerksamkeit werth. Und da wirklich schönepoetische Stücke in dieser Mythologie da sind, somuß, wer jene lesen will, diese kennen lernen. Inunsern Tagen giebt sich G r ä t e r *) zu ihrer Be-kanntmachung

s *) Gräter'S nordische Blumen. Brägur u. f.