Homer und Ossi an. 425
A
» lichkeiten zu finden? Weisheit des Mannes ist ein« fester Muth. ein gesunder Verstand, Gegenwart des« Geistes und in Nothfällen, wo Macht nicht helfenI kann, Zaubwcy, die dem Feinde die Augen blendet.I Durchgehe de Geschichten, und ich trotze Dir, daß» Du irgendwo einen bi, derer» und schärfer» StahlL der Seele findest, als bey diesen Jünglingen undI Männern. Freundschaft mit dem Freunde bis aufI den Tod, Tapferkeit und ein guter Muth im LebenM und Sterben, Redlichkeit in Haltung seines Worts,e Keuschheit, Hochachtung und zarte Gefälligkeit gegenr die Frauen, ein hülfteich Gemüth gegen die Unter-drückten ; das waren Eigenschaften, die diesen Volks-stamm von allen Stämmen der Erde unterschieden.Wir Deutsche gehören zu ihm; soll die Tugend, dieaus unsern Vätern hervorglänzte, durchaus keinel Macht mehr über uns haben? Man vermischt uns' mit Galen; man fodert einen Ossi an hon uns.
Nie gab es zwey verschiedenere Völkerstämme, alss diese beyden ; sie sind daher auch jederzeit gegen einan-- der gewesen. Der Gale sang weiche, traurige Em-x pfindungen; der Norrmann sang Thaten. Möge> er damit andern Völkern oft zur Last gefallen und" bey dem Muth auf sein Schwert stolz gewesen seyn;
unterdrückend war er nie. Die ältesten Nordlanders waren die Befteyer der Welt, die von einer feigen,
, üppigen Knechtschaft unterjocht war. Das drückendeI Feudalsystem der spätern Normannen war eine Ucber-! einkunst aus Noth, geformt nach den Sitten deri Zeit und der Kirche. Und auch diesen Zeitraum hatt sein Volk romantisch-glänzender geendigt, als dieses,k Was sind die Helden vor Theben und Troja,f gegen jene in der Normandie, in Sicilien,