Nachlese
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herausgab, fallen größtentheils hinweg, sobald mandiese Schriften in ihrem, nicht in erborgtem fremdemSinn liefet. Wäre es kein Gewinn, von albernen,Mühe und Zeit kostenden Winkel-Vvrurtheilen freyzu seyn, und am großen Licht der Sonne diese wieandre Schriften zu lesen. Wir Protestanten freuenuns des gesunden Menschenverstandes, mit welchemLuther, Brentius, Pellican, Mclanch-thon und so viel andre treffliche Männer dieseSchriften ansahn: wir freuen uns des Heldenmuths,mit welchem unser Reuchlin das Studium derebrqischen Sprache nach gesunden Grundsätzen füralle künftige Zeiten rettete; von Hieronymus anbis zuErasmus, Grotius u. f. ist jeder Sprach-gelehrte, gesunde Ausleger unser Mtbruder; in derGrammatik und Hermeneutik gilt kein Stand, keineSecte. Allein die gesunde Vernunft, mit Red-lichkeit des Herzens, Natur? und Sprachkenntnißverknüpft, einigt Gemüther, Zeiten und Völker,
Also ist das Lob einiger Männer des vorigenJahrhunderts nicht zu übergehen, die sich auf dieserBahn, obwohl Anfangs mit vielem Widerspruch,Verdienst und Ruhm erwarben. Am Anfange desvorigen Jahrhunderts gab Thomas Hyde, Pro,fester zu .Oxford, sein Werk von der Religionder alten Perser heraus *), das wegen seineraus Morgenlandern, vorzüglich Arabern gesammle-ten Stellen großen Beyfall fand und auch verdiente.
*) 1b. äe reÜA. veit. kersro. Oxon. »700,
-t.