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Betrachtungen über die wohlthätigen Wirkungen und Folgen der Arbeit im Allgemeinen, namentlich der Manufactur-Industrie mit besonderer Beziehung auf die Schweiz und ihre derzeitige commerzielle Stellung zum Ausland / Von J. Sulzberger
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tion derselben, besonders aber die Schutzmassregeln ,welche daraufhin von Seite des Staates gegen das Auslandbewirkt wurden , übertreffen alle Erwartungen, und habenEngland in neueren Zeiten eine Macht und ein Ansehenüber den ganzen Erdball verschafft, wie ihn die Ge-schichte bei weitem noch von keinem Yolk aufzuweisenhat.

Doch wenden wir uns nach unserer kleinen Hei-mat, so finden wir, dass in unsern Städten, früherwährend einer langen Reihe von Jahren, namentlichdie gewerblichen Arbeiten in einem Maasse geachtet,geordnet und beschützt wurden, wie es gegenwärtigbei Weitem nicht mehr der Fall ist.

Die arbeitenden oder productiven Klassen genos-sen in der Schweiz in jeder Stadt bis zur Zeit derfranzösischen Revolution nach innen eines überwiegen-den Einflusses auf die Staats-Verwaltung, ja sie wähl-ten diese vorzugsweise selbst, nach Aussen genossen sieeines unbedingten Schutzes, und wenn auch ihr innererOrganismus durch das Innungswesen in manchen Re-ziehungen zu sehr ihre Freiheit hemmte, den Ideen-markt zu sehr einengte, und daher für die jetzi-gen Zeitverhältnisse in der alten Form durchaus nichtmehr brauchbar wäre, so gewährte derselbe doch viel-fältige reelle Yortheile, und ich habe die Ueberzeugung,dass die Schweiz gerade dem frühem Schutzsystem undArbeits - Organismus in den Städten, die Grundlage ihresderzeitigen bescheidenen Wohlstandes zu verdanken hat.Die schweizerischen Landschaften aber nahmen damalsdie gleiche Stellung gegenüber den Städten ein, wie