mich niedergesetzt, als eS hieß, im Bezirke Pfäffikonwerden Anordnungen zum Sturme getroffen. EinAugenzeuge versicherte mich, diesen Abend in Rußikon gesehen zu haben, wie ein Bote von Pfäffikon denAuftrag ins dortige Pfarrhaus brachte, auch da Sturmzu lauten, sobald die Glocken in Pfäffikon ertönen.Ungefähr um halb 9 Uhr suchte mich ein Expresservon Zllnau auf, mir die Nachricht zu bringen, daßdort seit 5 Uhr Abends die Kirche umstellt und Allesin Bereitschaft sei zum Sturmläuten; der Pfarrerhabe den Waibel in die Häuser geschickt, anzuzeigen,daß das Geläute nicht einer Feuersbrunst, sonderndemMarsche nach Zürich gelte. Die Berichte häuften sichund Niemand zweifelte mehr an ihrer Wahrheit. ZweiFreunde mit mir begaben uns zu Herrn BürgermeisterHeß, ihm theils davon Anzeige zu machen, theils ihnzur Ergreifung von Maßnahmen zu vermögen. Eswar hauptsächlich Einers aus uns, der ihm hartzusetzte. Wir entfernten uns, ohne auf besondernErfolg Rechnung zu machen. Bor dem Hause ritteneben zwei junge Leute vorbei, die mir auf ihren mitKoth beworfenen Pferden als Boten aus jener Gegend
guter Theil kommt dann nach Zürich und ein anderer Theilbleibt bei Hause zur Bewachung des eigenen Herdes.
Ratzn-Esther.
2 V. 3) Dieser Eine ist Hr. Cant. Rath Studer in Wipkin-gen, der Mann, der über den 6. wohl den meisten Muth be-wiesen hat, der Morgens srüh durch den Geivaltshaufen inOberstraß ritt, auf dem Posthause Ivü gute Dragoner verlangte.Freiwillige im Limatthale auf die Beine brachte und erst gegenAbend durchs Gedränge in der Stadt sich Lust machte und sichnach Hause begab.