waren; er ließ sie vor dem Brunnen Front gegen dasHotel Bcmr machen. Ungefähr um halb 11 Uhr zogsich die Militärschule in möglicher Stille, doch geord-net, in die Caserne zurück; der Wachtposten vor demFeldhof ward abgelöst und durch das Bürgermilitärersetzt. Schon fast seit einer Stunde ertönten alleGlocken der Stadt. Jetzt kam Herr Oberst Pestalutzzum Feldhof, die Frauen aus dem Hause zu entfernen;auch mir sagte er, ich wäre hier im Hause nicht sicher.— Noch bevor die Militärschule das Zeughaus ver-lassen hatte, kam Herr Oberst Hirzel in seine Wohnung.Er sah sehr zerstört und angegriffen aus, troff vonSchweiß und konnte bloß die Worte hervorbringen:Gott ! daß dieß hat geschehen müssen! stürzte ein GlasWein hinunter und wieder fort. 20 U) — Zch befandmich nun im Feldhof ganz allein und hatte Zeit, Be-
Ich weiß nicht, ob ich Hrn. Oberst Hirzel unter jetzigenUmständen einen Dienst damit erweise, wenn ich öffentlich erkläre,daß ich ihn für einen Ehrenmann halte, weil ich glaube, er habegegen seine damaligen Obern seine Pflicht erfüllt. Das Einzige,was er vielleicht nicht hätte thun sollen, möchte die Uebernahmedes Ober-Kommando auch von Seite der Stadt gewesen sein,was ihn natürlich in eine Doppelstellung und damit auch inVerlegenheit brachte. Hr. Hirzel kann hierauf freilich mit Rechterwiedern: anfänglich war der Zweck der Stadtbehö'rde derselbewie der der Regierung, nämlich Erhaltung von Ruhe, Ordnungund Sicherheit; was konnte ich dafür, daß der eine Theil mei-ner Kommitenten im Verlauf der Dinge, diesem Zweck nocheinen nenen — gegen den andern Theil gerichteten hinzufügte!— Dann findet Hr. Hirzel den Wunsch gewiß verzeihlich, daßer, wenn cS die Umstände irgend gestatteten, die Militärschulein die Kaserne zurück begleiten und für einen ehrenvollem Ab-zug hätte sorgen mögen.