des vergangenen Jahrhunderts. sä
sinnlosen Hinstarren in die Zukunft; ein Zwang, ausdem sie sich errettet wünschen, weil er sich zuletzt zumystischer Schwärmerey hebt oder gesättigt in stumpfeLangeweile verlieret. Gemählde der Wahrheit, wsden Begebenheiten ihr falscher Firniß still weggestri-chen , dem Kriegs - Staats - oder Weisbeicsheldensein falsches Haar hinterrücks, vorwärts der Kothurn-stiefel leise weggezogen wird, so daß von Kopf zuFuß der Heros, wie er ist, erscheinet; der Fortgangder Zeiten selbst will solche Gemählde. Denn bringtder kommende Tag nicht immer etwas Neues ausLicht? wendet er nicht die Begebenheiten leise undzeigt sie im Erfolg von neuen Seiten? Seltendenkt hinter einem nur fünfjährigen Kriege die ge-meine Meynung das, was sie bey seinem Anbruchdachte.
Auch daß jedes Volk sich in Gestalt undNamen kenne, fordert die Sache selbst. Das Volkzu Athen ward auf dem Theater in Reden und inPerson gespielt, wie es täglich sich selbst spielte.Das Römische Volk sah sich im Amphitheater,im Cirkus und sonst leibhaft; seine Herrlichkeit standin der Göttin Roma sichtbar da. In Trink- undSchiffliedern ward Olä Lritsnnis. als die großeBeherrscherin der Meere, in Marlboroughschen Siegs-liedern als die Aufrechthalterin Europa's gepriesen;warum sollte Olä Lritsrinia nicht auch in seineninnern und äußern Hausangelegenheiten als SirJohn Bull dargestellt werden? Fände jedes Volkin Krieg und Frieden, zumal wenn es verkannt, ver-läugnet und cicatrisirt wird, eine Darstellung!