Band 
Adrastea I.
Seite
193
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unter Wilhelm und Anna. 198

langen unter Wilhelm und gegen ihn selbst zeigen.Aemter und Ehren, oft Heirathen und Geschlechter,und was zü Einerley Zwecken beyden unentbehrlichwar, Wissenschaften verbanden beyde Häuser,beyde Stande. Aus beyden blieb den Regentenoder Regenrinnen die Wahl ihrer Geschäftsmänner;was Wunder, daß mit- neben- und untereinanderbeyde Stände wetteiferten, oder Einer den andernzu seinem Werkzeug machte? Unter der KöniginAnna konnte nicht etwa nur ein Addison, einKanzler King u. f,, wie unter Wilhelm ein Som-mers aufblühn; die alten Familien in ihrem er-worbnen auch wissenschaftlichen Ruhm trieben jungeSprossen und Zweige. Lese man Swifts, P 0-p e's Briefe, durchlaufe man die berühmten Wochen-und Staaksblätter damaliger Zeit; man staunt überdas Getreide zweyer Partheyen, die Verstand, Witz,Redekunst, Styl aneinander schärften.

7. Da seit einem Jahrhunderte England, Frank-reich und Holland freundlich und feindlich in einerArt Gemenge gewesen waren, so machten sie inSachen des Geistes bey allem Nationalunkerschiedegleichsam nur Einen Staat aus, in welchem dieüberwiegende Znsel das Kontinent nach ihrem Ge-fallen nutzte. E chon C 0 wIey, Waller,' P ri 0 r,Addison, Swift u. f. hatten sich durch das Le-sen Französischer Schriftsteller, deren glänzende Zeitdamals im qroßestui Ruhm stand, oder gar durchReisen ins Nachbarliche Frankreich selbst gebildet *).

*) Siehe ihre Wer^e und Lebensbeschreibungen; inS y e r i d a ns Leben S >2 i f r s , die Werke indieser gelesen.

Herders Werke z. Phil. u.Gesch.lL. N -illrarteal.