34» V. Die Großen
trieb es mit unzerstörbarer Lust und Liebe; Er lebtewie ein Holländer. Die Großen seines Reichs, Kne-sen und Bojaren, waren freylich nicht geneigt, sozu leben; Asiatisch Blut, KonstantinopolitanischePrachtliebe, Tsargorods Lebensweise floß in ihrenAdern. In Peters Reich sollte alles Dienst seyn;und so lang« Er befahl, diente — und stahl man,wie sein Polizeyminister Jaguschinski ihm letz-teres bey vollem Senat im Namen Aller unverko-len sagte. Fremde Künstler und Glaubensgenossenmöcht« der große Kaiser einführen; sie kultivierenvon innen seine Nation nicht. Der Nationalcha-rakter, die griechische Sitte und Lebensweise, endlichdie, griechische Kirche standen Felsenfest da; sie konn-ten weder, noch wollten sie bey einer andern, ge-schweige der Holländisch-Deutschen Sitte und Kirchezur Lehre gehen. Peter indeß erfüllte seinen Beruf;mit dem übersehendsten Geist diente er auch im Bauseines Staates von unten hinauf, so weit erkommen mochte; den Forlbau überließ er der Nach-zeik. „Wenn ich nicht Czar geboren wäre, sagteer, möchte ich Admiral von Großbritannien seyn."Wohlan! wenn er wiederkommt, wird er vom schwar-zen Meere oder von Konstantinopel aus Großadmiralder Betriebsamkeit und des Gewerbes gesammtcrTheile der alten Welt werden; sein Bild , wie desKoloffuS zu Nhodus beschreib am Hellcspont beydeWclttheile sichernd, friedlich.
' D. Kennst Du das Denkmahl, das ihm K a-tharina die Zweyte errichtete?
E. Wer sollte es nicht kennen, da Falconet,sein lauter Meister, und auch für oder wider Fal-