des vergangenen Jahrhunderts.
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Johann Keppler war in Deutschland inder Reichsstadt Weil 1671. geboren, zwar aus einemalten edeln Geschlecht, aber unbegütert; im Wür-tcmbergischen ward er erzogen. Bald ging sein Va-ter in den Krieg nach Belgien, die Mutter folgteihm und ließ das schwache dreyjahrige Kind zurück.Die Eltern kamen wieder; der Vater, der durchübernommene Bürgschaft das Seinige verlor, mußteGastwirthschaft treiben, da ihm dann sein jungerSohn in der Landarbeit Hülfe leisten mußte. El-tern und Kind verfolgten Krankheiten und Unglück.Der Vater hielt die Mutter übel, ging in die Fremdeund starb ; die Mutter litt von ihren Eltern, krankte,der junge Keppler, der im siebenten Monat geborenwar, krankte selbst. —
So trat Keppler sein gelehrtes Leben an;zuerst in einer kleinen Stadt — dann in der Klo-stccschule zu Maulbronn, bis er im röten Jahr nachTübingen kam, Baccalaureus, Magister, Repetentder Theologie ward, und wäre vielleicht Theolog ge-blieben , wenn ihn nicht (nach deutscher Weise) Be-fehl und Druck weiter gestoßen hatte. Lasset unsihn hierüber selbst hören:
„Seit ich alt genug war, der Philosophie Süs-sigkeit zu erkennen, hatte ich sie mit viel Eifer ge-lernt; um Astronomie insbesondere aber mich nichtsehr bekümmert. Es fehlte mir dazu nicht an Gei-ftesvermögen; das Geometrische und Astronomische,was in Schulen vorkam, begriff ich ohne Schwierig-