466 VI. Wissenschaftliche Ereignisse und Charaktere
kel. Es kommt darauf an, wie man sie ansehe undordne. Jeder ordnet sie nach feinen Lieblingsbegrif-fen; das ruhigere Alter sollte sie sanft, verständigordnen. Im Fieber haben wir Fieberträume; einegesunde, schöne Seele mahlt schön und rein. Auchden lieblichsten Gestalten giebt sie Maas und Ent-fernung.
6. Wie es endlich mit den materiellenBildern zugehe, die, wenn sich unser Organ er-mattet schließt, ohn' unsern Willen und ohne an siegeheftete Gedanken, langsam oder schneller vor unstreten, kürzer oder länger vor uns verweilen undwunderbar wechseln: dies Problem möge der Phy-siolog' auflösen. Gnug, um uns SwedenborgsEngel - und Geisterreich Blatt für Blatt zu erklä-ren. Man lese das Folgende als einen Romanseiner Seele.
Ihm, dem Sohn eines frommen Bischofs wa-ren Religions-Eindrücke, nach damaligerZeit, also Himmel und Hölle, in der MoralGlauben und Liebe die ersten, die innigstenworden; man siehet auch genau, gegen welche Mey-nungen der spätere Swedenborg kämpfte,die er in seinem Geisterreich also anders modificiret.Die Dreyfaltigkeit z. B. im groben Begriff, dasEins als Drey, Drey als Eins lasse sich in sei-nem Himmel der Wahrheit, wie er sagt, nicht aus-sprechen, indem es die Engel für einen Widerspruchhalten. Swedenborgs Secte nimmt den ewi-gen Vater, subsistirend im Sohn an; bildlos