7<r> Briefe zu Beförderung,
„den die Adler erbeutet; hier bekam Barus seine„erste Wunde; dort gab er sich mit unglücklicher„Rechte selbst den Tod. Auf dieser Hohe stand Her-„mann und sprach den Seiniqen Muth zu; hier„die Galgen, woran er die Gefangenen knüpfen, dort„wo er die Adler und Feldzeichen verhöhnen ließ."Nach sechs Jahren also begrub eine Römische Ar-mee ihre drey Legionen, und keiner kannte, wen erbegrub, ob seinen Verwandten, ob einen Fremden?Jeder ward als Blutsfreund, als Verbündeter be-stattet, mit desto größerem Zorn gegen den Feindaufgebracht und traurig."
So führt Gordon die schöne Stelle über Tibe-riuS an: „Seine Unthaten und Laster wurden ihmselbst zur Marterstrafe: denn vergebens habe derweiseste Alte nicht gesagt, daß wenn man solcher Un-menschen Inneres ausschließen könnte, und Striemenund Wunden der Seele auch sichtbar waren, wieWunden des Körpers, man ihr Gemüth nicht an-ders, als von Grausamkeit, Wohllust, und ÜbelnRathgebcrn zerfleischt erblicken könnte."
Dergleichen Stellen fuhrt Gordon mehrere an.Aber was sind sie außer dem sZusammcnhange derGeschichte, die ihnen eigentlich Urkunde und Belegist? Die letzte Stelle z. B. beziehet sich auf desTiberius meisterhaften, kurzen Brief an den Römi-schen Rath: „was ich Euch schreiben soll, mei-ne Herren, oder wie ich schreiben oder was ichEuch jetzt nicht schreiben soll; alle Teufel mö-gen mich holen, (die mich täglich und stündlich