Band 
Adrastea III.
Seite
302
JPEG-Download
 

^02 Briefe zu Beförderung

Verderben gestürzt find. Alle diese Geschichten liegenin Reisebeschreibungcn zu Tage; sie sind bei Gele-genheit des Negerhandels zum Theil auch laut zurSprache gekommen. Von den Spanischen Grausam-keiten, Vvm Geiz der Engländer, von der kaltenFrechheit der Holländer, von denen man im Tau-mel des Eroberungswahnes Heldengedichte schrieb,sind in unsrer Zeit Bücher geschrieben, die ihnen sowenig Ehre bringen, daß vielmehr, wenn ein Euro-päischer Gesammtgcist anderswo als in Büchernlebte, wir uns des Verbrechens beleidigterMenschheit fast vor allen Völkern der Erdeschämen müßten. Nenne man das Land, wohinEuropäer kamen, und sich nicht durch Beeinträchti-gungen, durch ungerechte Kriege, Geiz, Betrug,Unterdrückung, durch Krankheiten und schädliche Ga-ben an der unbewehrten, zutrauenden Menschheit,vielleicht auf alle Aeonen herab, versündigt haben!Nicht der weise, sondern der anmaßende, zu-dringliche, übervortheilende Theil der Erdemuß unser Weltthcil heißen; er hat nicht cultivirt,sondern die Keime eigner Eultut der Völker, wound wie er nur konnte, zerstöret. *)

*) S. unter hundert andern des menschlichen leBaillants neuere Reisen ins Innere von Afri-ka, Ber<- v7>g6. mit Reinhold FörstersAnmerkungen. „Nicht nur am Vorgebirgeder guten Hoffnung, sagt dieser schätzbareGelehrte, ;LH. I. S. 69.) sondern auch in Nord-amerika, an der Hudsonsbay, .in Sene-gal, am Gambia, in Indien, kurz allent-