Band 
Adrastea III.
Seite
385
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der Humanität. 3LZ

dft sehr warm. Wohl des Vaterlandes»Ehre der Nation wird in ihr das Feldgeschreiund bei tcüglichen Unterhandlungen die Slaatslosung.Die Athener» die Römer — was rechneten sie nichtzum Wohl ihres Vaterlandes» zu ihremRuhm» mithin zu ihrem Recht? Was erlaub-ten sich der Pabst, die Clerisei, die christlichen Kö-nige nicht zum angeblichen Wohl ihrer Reiche?Erzählt die Geschichte dies alles gleichgültig» odergar zutrauend» glaubend: so geräth man mit ihr inein Labyrinth der verflochtensten» widrigsten Staats-interesse» Persönlicher Anmaßungen und Staatslisten.Ein großer Theil der Begebenheiten unsrer zweiletzten Jahrhunderte, die sogenannten Denkwürdig-keiten» (mernoirer) Lebensbeschreibungen» politischeTestamente sind in diesem Sinn» dem Geist Ri-chelieu's» Mazarin's» uNd früher nochCarls V., Philipp II.» Philipps des schö-nen» Ludwigs XI» XIII. XIV, kürz im Geistder .Spanisch-Französischen Staats-politik geschrieben. Ein fürchterlicher Geist» dersich zum Wohl des Staats, d. i. zum Ruhm undzur größeren Macht der Könige, zur Sicherheit undGröße ihrer Minister alles erlaubt hielt! In wel-cher Geschichte er durchblickt, schwärzt er das Glän-zendste mit dem Schatten der Eitelkeit» der Trug-list, der Anmaßung, der Verschwendung. Verges-sen ist in ihm die Menschheit, die nach ihm blosfür den Staat, d. i. für Könige und Ministerlebet.

Allgemach sind wir auch diesem Nebel entkom-men; aber ein anderes Glanzphantom steigt in derHerders Werke z. Phil. u. Gesch. XI. Bb III.