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schule Basel. Ihre bautechnische Abtheilung pflegt als ihre hervor-ragende Spezialität in Zeichnung und praktischer Modellirarbeit dieHolzkonstruktion. Dem Copiren von Palästen dürfte für den Zweck derSchule und den thatsächlichen Umfang ihrer Leistungen Wohl zu vielRaum gewährt sein. Auch die mechanisch-technische Abtheilung zeigtfleißige, wohlerwogene Arbeit. Im gewerblichen Zeichnen gehen die Band-kompositionen bis zu fertiger Anwendbarkeit; es finden sich recht hübscheEntwürfe zu Schlosserarbeiten, und im Ornamentalen zeichnet sich beson-ders das Figurale Vortheilhaft aus. Die Proben der Modellirschulekommen dem Besten nahe, was die Ausstellung bietet. Die männlicheAbtheilung der Kunstklasse debütirt in ganz vortrefflichen anatomischenBildern nach der Natur: ob nicht darunter andere Oelmalereistudienetwas zu kurz gekommen sind? Die Damenklasse darf sich mit ihrenPorträts in Oel neben die genferische stellen: ihre feinen Aquarellehaben auf der Ausstellung nicht ihresgleichen, und auch in der Keramikarbeitet sie mit gutem Erfolg.
Die Kunstschule des G ew er b e mus e u m s d er Stadt Zürichnimmt unter den vorbereitenden Instituten — von der direkt für denMarkt arbeitenden Genfer kantonalen Kunstgewerbeschule abgesehen —im Modelliren wohl den ersten Rang ein; da reichen sich bewußtesWollen und sicheres und gewissenhaftes Können bestens die Hand: dieaus Holz geschnitzten Füllungen sind bis in's Einzelste von vollendetemAusdruck, nicht minder aber auch eine Reihe anderer Produktionen, auchdie keramischen Erzeugnisse sind bemerkenswerth. Die bauliche Abtheilungzeigt auf der Ausstellung nur die künstlerische Seite: man sieht, daßdie Schüler wirksam gebildet werden in der Erfassung jener Formen,deren Adel aus Jahrtausenden stammt und noch Jahrtausende glänzenwird. Im ornamentalen Zeichnen treten besonders gute Kompositionenvon Lampen und Aufsätzen hervor, aber auch schön ausgeführteNachbildungen pompejanischer Motive u. s. w. Im Dekorations-zeichnen sehen wir ein theilweise wohl stark gehäuftes kunstmalerischesStillleben die breiteste Stelle einnehmen: ob ein geläuterter Geschmacksolches Lappen-Schädel-Kannen-Tellerragout an brauner Sauce sich alsbevorzugte Zimmerdekoration wühlen werde, wird erst zu gewärtigensein; sonst finden sich an Dekorationsmalerei noch einige farbenmatteNachbildungen von Panneaur italienischer Renaissance und eine Gobelin-Imitation, letztere eine prächtige, vortrefflich gemalte Arbeit, die zeigt,daß es am Können in dieser Abtheilung nicht mangelt. Das akademischeZeichnen muß wohl als die zur Zeit schwächste Seite des strebsamen Insti-tuts bezeichnet werden; mit dem lauten zuversichtlichen Ton der Manierhält die wirkliche Formengebung lange nicht Schritt, vielleicht wäre ge-nauer zu sagen, daß letztere über ersterem vernachläßigt wird; man sehebeispielsweise nur den Belvedare'schen Appollokopf an, die stark deto-nirenden Partien am Hals und an der Wange, die hängenden Augen,den wie aus Blech gestanzten Nasenrücken, die Inkonsequenz der