stellten der Königin vor, daß es für sie nicht nur un-möglich wäre, durch die Volksmasse bis zum König zugelangen, sondern daß sie seine Lage nur verschlimmernwürde.
Die Königin zog sich nun zuerst in das Zimmer desDauphins und dann, von 10 Grenadieren des Bataillonsder Filles de Samt Thomas beschützt, den Dauphinauf dem Arm tragend und ihre Tochter (Madame, diespätere Herzogin von Angouleme) an der Hand führend,in den Saal des Ministerraths zurück.
Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, deChambonnatz, der Generallieutenant von Wittenghoff,sowie die Herren von Choiseul d'Haussonville, de Saint-Priest und die Damen de Tourzel, de Tarente, de Laroche-Aymon, de Maille begleiteten die Königin. Auch Ma-dame Elisabeth und der Prinzessin Lamballe gelang esspäter das Zimmer zu erreichen, wo die Königin hinterdem großen Tisch des Ministerrathes in einer Fenster-vertiefung während des Defilirens der Menge Platzgenommen hatte. Vor dem Tisch hatten sich die Grena-diere der Filles de Saint Thomas in drei Reihen auf-gestellt. Sie waren von Mandat kommandirt. Nebendiesem stand der Bierbrauer Santerre, der Urheberund Veranlasser all der Scenen, die um ihn her vor-gingen. Santerre will die Königin folgendermaßen an-geredet haben:
„Madame, Sie werden getäuscht; das Volk ist nicht„feindlich gegen Sie gesinnt. Es hängt von Ihnen ab,„die Liebe Aller, wie diejenige dieses Kindes (auf den„Dauphin weisend), zu erlangen. Retten Sie'Frankreich,„Ihre Freunde täuschen Sie. Sie laufen keine Gefahr,„Ich will es Ihnen beweisen, indem ich als Wache bei
Dir 10. August 179L. 8