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höchste Güter unserer schweizerischen Republik bezeichneten Ziele^ kämpfen sollen, für Wahrheit, Freiheit und Recht.
An uns liegt es nun, anläßlich der Jubiläumsfeier amGrabe Schlennigers den Borsatz zu erneuern, im Geiste Schleu-nigers fortzuwirken, um auch das noch zu erringen, was wirvermissen und was „des Schweißes des Edlen wert" ist. Alleszur Ehre Gottes und zum Wohle des Vaterlandes!
Von Professor Schleuniger sind auch Gedichte erschie-nen, die bei I. Huwiler in Baden 1844 herausgegeben als erstesBündchen sich ankünden, dem aber weitere leider nicht gefolgtsind. Wir können dies begreifen. Schleuniger war nicht in ersterLinie Poet. Dichterische Anlagen fehlten ihm nicht. — TiefesGefühl für alles Hohe und Schöne, lebhafte Phantasie, tüchtigeBeherrschung der Sprache machten es ihm leicht, seine Gedankenauch in das poetische Gewand zu kleiden. Doch war er vorAllem ausgerüstet mit scharfein Verstand und den: Drang in'spraktische Leben einzugreifen. Sv kam er erst zum dichterischenSchaffen, als er, abgesetzt als Lehrer, „von seinen: Acker sichvertrieben sah," jetzt erst will er Blumen sammeln
„wie sie blühen
Frei und wild an: Weg,
In des Wetters Frost und Glühen,Und in milder Pfleg."
Er bietet den Strauß seinen Lieben mit den schönen Worten:
„Nehmet hin die treue GabeAus des Herzens Grund!