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(3*). Erweiterte Laplace'svhü Gleichung für Rugard—Kiel I.
7,534" = + dL', — öL\ —0,0412 (öB\ _£) -0,00047, —42 ^ —10 da +0,0004 dS\. 2 +1,2300 öT\,_
—1,2306 (A T'u —ATu) —1,2307 A 7+
Bemerkungen zu dem Zuge: Rugard—Dietrichshagen—Kiel—Neuwerk—Helgoland*
Die Punkte dieses Zuges gehören mehreren verschiedenen Dreiecksketten an.
Rugard. Siehe § 12, S. 34.*
Dietrichshagen. Dreieckspunkt der Küstenvermessung und der Schleswig-Holsteinschen Dreieckeder Prenss. Landesaufnahme.
Astronomische Beobachtungen sind nicht vorhanden. Das Azimut der Linie nachRugard wurde willkürlich angenommen und daraus dasjenige nach Kiel I aus denHorizontalwinkeln der Dreiecksketten abgeleitet.
Kiel I. Dreieckspunkt III. Ordnung der Preuss. Landesaufnahme („Polarcoordinaten u. s. w.
IV“, S. 123, Nr. 935). Derselbe ist identisch mit dem Gradmessungspfeiler bei derKieler Sternwarte (vergl. „G. F. W. Peters. Die gegenseitige Lage der Sternwarten zuAltona und Kiel“, S. 26). Mit den Angaben dieser Schrift berechnet sich Kiel I um 1,323"südlicher und 1,610" westlicher als der Meridiankreis der Kieler Sternwarte. Nun istnach S. 27 derselben Publikation und nach „Astr. Vierteljahrschrift, XVII“, S. 209 dersehr nahe richtige Werth der Polhöhe des Meridiankreises
54° 20' 28,6" , dazu— 1,323 , giebtB\ = 54° 20' 27,277".
Gerechnet wurde infolge eines Versehens mit dem nicht wesentlich verschiedenenWerth 27,27".
Ferner ist nach Hilfiker, Astr. Nachr. Nr. 2674:
Kiel, Sternwarte = 10° 8' 55,995" westlich von Greenwich, dazu
— 1,610 , giebt auf Hundertelsek. abgerundet7+3 = 10° 8' 54,39" .
Das Azimut ist in Kiel bis jetzt nicht bestimmt; es wurde für die Linie nachDietrichshagen willkürlich angenommen und daraus dasjenige für die Linie nach Neu-werk mittelst der Winkel der Dreiecksketten abgeleitet.
Neuwerk. Das Centrum des grossen Leuchtthurms ist Dreieckspunkt des nördlichen Theiles derHannoverschen Kette der Preuss. Landesaufnahme und identisch mit dem früherenDreieckspunkt des General Baeyer, sowie mit der astronomischen Station des Geodä-tischen Instituts. Der angegebene Werth der Breite B\ ist aus vom letzteren 1878gemessenen Meridianzenitdistanzen gefunden worden. Die Angabe 54,48" in der„Uebersicht der Arbeiten des Königl. Geod. Inst, unter Gen. Baeyer “, S. 12 ist irrthüm-