Buch 
Lothabweichungen : Formeln und Tafeln sowie einige numerische Ergebnisse für Norddeutschland : der allgemeinen Konferenz der internationalen Erdmessung im Oktober 1886 zu Berlin gewidmet
Entstehung
Seite
42
JPEG-Download
 

42

torium der Landesvermessung, woselbst Polhöhe und Länge bestimmt wurden. DieReduktion auf den Dreieckspunkt beträgt demnach für die Polhöhe9,916" und fürdie Länge +0,012", in Uebereinstimmung mit Peters , Längenunterschied zwischenAltona und Schwerin, S. 236. Nach den citirten Quellen ist nun die Breite desObservatoriums = 53° 37' 39,118" und seine geographische Länge gegen Greenwich= +11° 25' 13,500", womit sich die angegebenen Werthe von B\ und Z/ 2 finden.

Azimut- und Winkelmessungen sind in Schwerin nicht angestellt. Das Azimutnach Rauenberg ist willkürlich angenommen und dasjenige nach Kiel I mit Hülfe derWinkel des Dreiecksnetzes daraus abgeleitet.

Kiel I. Yergl. die Bemerkungen im § 13, S. 38.

Das Azimut Kiel ISchwerin wurde mittelst des im § 13, S. 35, für Kiel IDiet-richshagen angenommenen Azimuts nach Maassgabe der Dreieckswinkel berechnet.

Zur Berechnung der geodätischen Linie RauenbergSchwerin sind die Seiten und Winkelentnommen:

1) derKüstenvermessung, S. 364;

2) derElbkette nachGeneralbericht für 1863, S. 24/26;

3) derMecklenb. Landesvermessung I, S. 178, und zwar wurde an die Logarithmen derSeiten der Küstenvermessung (Berl. Grundlinie) eine Korrektur von +- 31.6 und andiejenigen der Mecklenb. Landesvermessung eine solche von10.0 Einheiten der7. Stelle angebracht. Letztere Korrektion ist die Differenz in der AnschlussseiteHöhbeckRuhnerberg des Mecklenb. Netzes und der Elbkette; sie bewirkt die Re-duktion der Seitenlängen zwischen Rauenberg und Schwerin auf ein einheitlichesLängensystem.

Es wurde gerechnet:

1) über Berlin, Eichstädt, Stöllnerberg, Wittstock, Ruhnerberg und Hoheburg,

2) über Eichberg, Götzerberg, Gollwitzerberg, Arneburg, Woltersdorf, Höhbeck undRuhnerberg.

Zur Berechnung der geodätischen Linie SchwerinKiel I sind die Seiten und Winkel ent-nommen :

1) derMecklenburgischen Landesvermessung I, S. 177 und ff.;

2) derPreuss. Landestriangulation Hauptdr. II, S. 228 undPolarcoord. IV, S. 18, 31und 135. Zur Reduktion der mecklb. Punkte Dietrichshagen und Hohenschönbergauf die preussischen wurden die Angaben imGeneralbericht für 1863, S. 6 und 7,oderMecklb. Landes-Vermessung I, S. 191 und S. 193, benutzt. An die preussischenSeitenlängen wurde als neue Korrektion der Braaker Basis eine Verbesserung von18.5 Einheiten, an die mecklenburgischen die sich sodann ergebende Differenz inden Logarithmen der Seite DietrichshagenHohenschönberg, nämlich +39.3 Einheitender 7. Decimale, angebracht, um von Kiel bis Schwerin ein einheitliches Längenmaasszu haben.

Es wurde gerechnet:

- 1) über Gottmannsförde, Hohenschönberg, Bungsberg und Hohenhorst,

2) über Hoheburg und Dietrichshagen, wobei die Daten für DietrichshagenKiel I demZuge RugardKielHelgoland, § 13, S. 35, entnommen wurden.

In Bezug auf die Ausgleichung des Mecklenb. Netzes und der Elbkette mag hier noch be-merkt werden, dass bei ersterer nur ein ganz geringer Anschlusszwang durch Einführung einiger