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torium der Landesvermessung, woselbst Polhöhe und Länge bestimmt wurden. DieReduktion auf den Dreieckspunkt beträgt demnach für die Polhöhe —9,916" und fürdie Länge +0,012", in Uebereinstimmung mit „ Peters , Längenunterschied zwischenAltona und Schwerin“, S. 236. Nach den citirten Quellen ist nun die Breite desObservatoriums = 53° 37' 39,118" und seine geographische Länge gegen Greenwich= +11° 25' 13,500", womit sich die angegebenen Werthe von B\ und Z/ 2 finden.
Azimut- und Winkelmessungen sind in Schwerin nicht angestellt. Das Azimutnach Rauenberg ist willkürlich angenommen und dasjenige nach Kiel I mit Hülfe derWinkel des Dreiecksnetzes daraus abgeleitet.
Kiel I. Yergl. die Bemerkungen im § 13, S. 38.
Das Azimut Kiel I—Schwerin wurde mittelst des im § 13, S. 35, für Kiel I—Diet-richshagen angenommenen Azimuts nach Maassgabe der Dreieckswinkel berechnet.
Zur Berechnung der geodätischen Linie Rauenberg—Schwerin sind die Seiten und Winkelentnommen:
1) der „Küstenvermessung“, S. 364;
2) der „Elbkette“ nach „Generalbericht für 1863“, S. 24/26;
3) der „Mecklenb. Landesvermessung“ I, S. 178, und zwar wurde an die Logarithmen derSeiten der Küstenvermessung (Berl. Grundlinie) eine Korrektur von +- 31.6 und andiejenigen der Mecklenb. Landesvermessung eine solche von —10.0 Einheiten der7. Stelle angebracht. Letztere Korrektion ist die Differenz in der AnschlussseiteHöhbeck—Ruhnerberg des Mecklenb. Netzes und der Elbkette; sie bewirkt die Re-duktion der Seitenlängen zwischen Rauenberg und Schwerin auf ein einheitlichesLängensystem.
Es wurde gerechnet:
1) über Berlin, Eichstädt, Stöllnerberg, Wittstock, Ruhnerberg und Hoheburg,
2) über Eichberg, Götzerberg, Gollwitzerberg, Arneburg, Woltersdorf, Höhbeck undRuhnerberg.
Zur Berechnung der geodätischen Linie Schwerin—Kiel I sind die Seiten und Winkel ent-nommen :
1) der „Mecklenburgischen Landesvermessung“ I, S. 177 und ff.;
2) der „Preuss. Landestriangulation Hauptdr.“ II, S. 228 und „Polarcoord.“ IV, S. 18, 31und 135. Zur Reduktion der mecklb. Punkte Dietrichshagen und Hohenschönbergauf die preussischen wurden die Angaben im „Generalbericht für 1863“, S. 6 und 7,oder „Mecklb. Landes-Vermessung“ I, S. 191 und S. 193, benutzt. An die preussischenSeitenlängen wurde als neue Korrektion der Braaker Basis eine Verbesserung von—18.5 Einheiten, an die mecklenburgischen die sich sodann ergebende Differenz inden Logarithmen der Seite Dietrichshagen—Hohenschönberg, nämlich +39.3 Einheitender 7. Decimale, angebracht, um von Kiel bis Schwerin ein einheitliches Längenmaasszu haben.
Es wurde gerechnet:
- 1) über Gottmannsförde, Hohenschönberg, Bungsberg und Hohenhorst,
2) über Hoheburg und Dietrichshagen, wobei die Daten für Dietrichshagen—Kiel I demZuge Rugard—Kiel—Helgoland, § 13, S. 35, entnommen wurden.
In Bezug auf die Ausgleichung des Mecklenb. Netzes und der Elbkette mag hier noch be-merkt werden, dass bei ersterer nur ein ganz geringer Anschlusszwang durch Einführung einiger