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Bemerkungen zu dem Zuge: Brocken—Meisner—Taufstein—Feldberg i. T.—Bonn.
Die Punkte sind theils Punkte des Hessischen, theils des Rheinischen Dreiecksnetzes desGeodätischen Instituts.
Das erstere schliesst sich an das letztere in den 2 Punkten Kühfeld und Feldberg im Taunusmit ganz geringem Winkelanschlusszwang an. Die Seitenlangen beruhen auf der Bonner Basis.Beim Rheinischen Netz ist unter Benutzung der Ergebnisse mit Elimination der Theilungsfehlergerechnet.
Brocken. Vergl. § 15, S. 44.
Meisner. Dem Hessischen Netz angehörig. Auf dem geodätischen Punkte sind Polhöhe undAzimut bestimmt worden (vergl. „Das Hessische Dreiecksnetz“, S. 188, 177).
Taufstein. Punkt desselben Netzes; Polhöhe und Azimut sind ebenfalls auf der trigonometrischenStation bestimmt (vergl. „Das Hessische Dreiecksnetz“, S. 215, 202).
Feldberg i. T. Punkt des Rheinischen Dreiecksnetzes. Auch hier wurden auf der trigonome-trischen Station Polhöhe und Azimut bestimmt (vergl. „Das Rheinische Dreiecksnetz“,Heft III, S. 186, 182).
Bonn. Die Bonner Sternwarte ist mit dem Netz der Bonner Basis nachträglich verbunden
worden (vergl. „Das Rheinische Dreiecksnetz“, Heft I, S. 11). Als geodätisches Centrumist das von dem Venusberge (Meridianmarke) aus eingestellte Passageninstrument derSternwarte (identisch mit dem Meridiankreise im Ostsaal) anzusehen. Auf diesesCentrum beziehen sich sowohl Polhöhe, als Azimut der Marke (Rheinisches Dreiecks-netz, Heft I, S. 18). Der Polhöhe Regen Beobachtungen auf einem Pfeiler in derOstwestaxe der Sternwarte zu Grunde („ Foerster , De altitudine poR Bonnensi“, S. 81);die Unsicherheit der Uebertragung aufs Centrum kann nach brieflicher Mittheilungdes Herrn Geh. Reg.-Rath Prof. Dr. Schönfeld 0,01" nicht übersteigen. Die in derHilfiker’schen Ausgleichung (Astr. Nachr. Nr. 2674) für Bonn angegebene Länge be-zieht sich nach weiteren Mittheilungen des genannten Herrn auf das Centrum dergrossen Kuppel der Sternwarte, deren Entfernung vom Stationscentrum 18,13™ westlichist; die entsprechende Korrektion ist mit +0,930" angebracht worden.
Die in Betracht kommenden Entfernungen und Richtungen der vier ersten Punkte findensich in der Publikation des Geodätischen Instituts „Das Hessische Dreiecksnetz“, S. 113/115, be-reits angegeben; zur Kontrolle sind überdies einige Dreiecke auf ihre innere Uebereinstimmung ge-prüft. Die geodätische Linie Feldberg i. T.—Bonn wurde aus den Daten des Rheinischen Dreiecks-netzes, Heft III, S. 121, 123 und Heft I, S. 74, doppelt berechnet, wobei der Umstand, dass auf derLöwenburg der alte trigonometrische Punkt von 1847 mit dem neuen von 1868 nicht identisch ist,Berücksichtigung fand. Die Rechnung wurde
1) über Meridianmarke, Finkenberg, Siegburg, Löwenburg (1868) und Kühfeld,
2) über Löwenburg (1847), Michelsberg, Löwenburg (1868) und Nürburg geführt. Vergl.hierzu das Specialkärtchen auf der Rthographirten Tafel III, in welchem die in Be-tracht kommenden Dreiecke des Basisnetzes und Rheinischen Netzes dargestellt sind.
Der Berechnung der Azimute wurden folgende astronomischen Bestimmungen zu Grunde gelegtin Brocken: Azimut nach Fallstein = 1° 30' 41,238" (Vergl. § 15, S. 45)
in Meisner: Azimut der Marke = 183 12 16,76 (Hess. Dreiecksnetz, S. 177)
in Taufstein: Azimut der Marke = 0 20 44,86 ( „ S. 202)