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Sehen wir indessen davon ab, so folgt für den gesammten mittleren Fehler des aus derAusgleichung resultirenden Werthes (£ 10 —| 0 ) aus (3), (4) und (5), n — 2 gesetzt:
± V 0,008 +0,001 +0,072 = ±0,28". (6)
• • Äntheil der Breitenbestimmungen.
• Antheil der Seitenlangen.
Antheil der Winkel der Dreiecksketten und deren Orientirung.
Tritt der Nutzen der Ausgleichung hier auch nicht so stark hervor wie im Beispiele desvorigen §, so lässt sich doch erkennen, dass bei wachsender Entfernung der Stationen, deren^-Differenz betrachtet wird, jener Nutzen in stärkerem Maasse sich zeigen muss. Ohne Ausgleichung undohne Zwischenpunkte mit geogr. Länge und Azimut, würde das erste Glied in (6), anstatt 0,008,nach (2) auf voriger Seite 0,061 betragen, also von der Ordnung des dritten Gliedes 0,072 sein.Da nun der Betrag des ersten Gliedes angenähert mit der 3. Potenz der Entfernung wächst, sowürde ohne Ausgleichung und ohne eine genügende Anzahl Zwischenpunkte mit astronomisch-be-stimmten geogr. Längen und Azimuten, bei wachsendem Abstand der Endstationen, die Genauigkeit inder Bestimmung ihrer ^-Differenz mehr und mehr durch die Fehler der geodätischen Uebertragungvermindert werden.