Dcr erste Dlöwrs /
Von der Natur allek Kmge / und
derselben Fürbildung.
Gldstern. Diesen Tag solteich anzeichnen/mit Gold undPurpur/der mich einesjo vielmaligen Wunsches gewehrethat/dieHerren/als den Ausschuß meiner crwahltesten Kern-Freunde/unter diesem meinen grünen Schatten /bey einan-^ der zu sehen: nach welcher Begebenheit/mich schon lange Zeit
gedurstet.
Adlerhaupk. Mein Herr! Unsere Begier ist ja so groß/wo nichtgrösser/ demselben aufzuwarten; weder die seinige seyn mag / uns / an die-sem schönen Ort/aufzunehmen: und gleichwie ich / bey meinen HerrenGefährten/ hierinn eine Gleichsinnigkert vermute; also hat der Herr / vonmir/ die unbetriegliche Versicherung/ daß uns keine andre Flügel anherogeführt/ als das Verlangen/ mit ihm umzugehen/ und uns in seiner hoch-beliebten Gemeinschafft zu ergehen. Die herrliche Augen-Freude/ undwachsende Zier/ so diesen lustigen Platz überall vertapezercyet / solte zwarohne das einen jedweden/ auch den Allerschwermütigsten / leicht herzurei-tzen: aber doch ist/ unter allen diesen blühenden Farben/ seine wehrte Per-son unsere edelste Blum; sein aufrichtiges Gemüt unsere schönste Lilie;seine Stimme/unsere Nachtigal; sein Tugend-volles Gespräch / unserLust-Garten; seine Gunst / und Freundschafft/unser irdisches Paradeys.Mit einem Wort: Der Adlerhaupt muß sich / an seinen Goldstern/schwingen/ wenn er was Angenehmes und Fürtreffliches schauen will.
Goldstern. Ich glaube ungenöthigt/ mein Herr Adlerhaupt/seine/und seiner Herren Begleiter/als meiner ingesamt geneigtesten Gönner/Ursachen/ sich anhero zu bemühen/ bestehen in grosser Gewogenheit gegenmeiner unwürdigen Person. Ihre gewöhnliche Leutseligkeit/ und dersel-ben höflicheBegier/mich zu erfreuen/ist freylichwol die starcksteSchwing-Feder/wodurch sie andrer wigtigen Geschähen erleichtert / und bemit-telt w vden/bey ihrem Diener einzusprechen: gestaltsam derselbe sich »h-
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