_un d der selben Für btldtM g._
ScHonwald. Ich kan/bey dieser Antwort / in etwas / doch nichtgäntzlich/beruhen. D.enn meine Frage war nicht allein hieraufgerichtet/ob das göttliche Wort werde !die Natur/und der natürliche Trieballer sonderbaren Dinge fty? sondern auch hieraus: Ob die jenige beharr-liche Ordnung/so GOtt den Kreaturen furgeschrieben/ nicht ebenda»worr / und ob solches worr nrchrdieNarur aller DinAe selbst fty/wodurch alles bey seinem Stande/ Wesen/ und Laufs/ werde er-Halten ? Jndiesem Letzten / ist mir noch nicht gnug geschehen.
Goldstern. Was macht es anders / als daß der Herr / aus seinemAuthore/ die erste Frage/ mit der andern/ verwickelt hat? Denn die Na-tur aller Dinge ist in gewWm Verstände/freylich ein anders / als dieNatur aller und jeder Dmge insonderheit/und als die Natur der Gestal-ten/(checlerum.) Doch war es eben an dem / daß ich auch der andrenFrage wolle begegnen: welche etwas deutlicher kan gefasst werden/ so wirin Betrachtung nehmen/ob eine /oder keme allgemeine Narur sty/wodurci) die unterschiedliche Gestalt-Naturen/tn ihren Selbst»Srandigkeiren / auf gewisse Art/ nrieeinander / zu einem allgemei,nenwolstande/werden verbunden? Und aus dieser stielst alsdennwiederum die Frage/ ob diese allgemeine Natur alle Dmge / in ihrem ge-bührlichen Laufs/ und Wesen erhalte/oderdas ewige Worr solches alleinthue?
Das Erste belangend; so scheinets/ daß die Platonici / mit ihrerWelt-Seele/da hinaus wollen : Wovon wir hernach / zur andren Zeit/vielleicht ein mehrers reden werden. Es strafft auch Hzerulamius denAnstotelem (» daß er Gott/als denUrfprung derEnd-Ursachen/vorbey« (--)gangen/und die Natur/ für denstlben/ in den Platz gestellet habe. Gleich- ^uZm-nr.wie auch dem Galeno/von Einigen/sirr Übel gehalten wird/daß er öffters ^ ^ ^
der Natur gedencke/ als Gottes. Wiewol diestnRiolanus und je- c;. -r«nen andre Gelehrte/ hierinn entschuldigen. Was den Plats / mit seinerWelt-Seele/betrifft; wird uns vielleicht/bald hernach/ davon zu discur-riren (e) Gelegenheit kommen. Anjekt aber meine/ oder vielmehr andrer n-
gelehrterer Leute / Gedancken / mit Wenigem / auf deß Herrn Frage/ zueröffnen: so ist zwar eine allgemeine Ordnung / Harmoni / und Zusam- ^
menstimmung aller Körper in der Welt / solche aber / mit Nichten eine all-gemeine Natur oder informirende Form / auch nicht eine disponirende/sondern gedisponirte Ordnung aller Sachen / zu nennen. Wenn nunkeine allgemeine erschaffene Universal-Natur zu finden: so kan dieslb«auch nicht alle Dinge in ihrem gebührlichen Wesen / unöEewegung/ er-halten : sondern diese Erhaltung und Unterhaltung leistet einig allein das
D ewig«