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die angeblichen Zeitaxiome Kant’s für die Aprioritätdieser Anschauungsform entscheiden. In Wahrheit sinddie Sätze, dass die Zeit nur eine Dimension habe undverschiedene Zeiten nur nach einander sind, überhauptkeine „Axiome“, sondern einfach tautologisch, sie „wieder-holen nur in verschiedener Form die Versicherung, dassdie Zeit existiert“ 1 .
Die von Verteidigern der Apriorität gegen Ausfüh-rungen wie diese immer wieder erhobenen Einwände be-ruhen teils auf einer Verkennung des tliatsächlichen We-ges, den das abstrahierende Denken bei der Aussonde-rung der formalen Elemente einschlägt, teils auf einerVerwechselung der physikalischen und mathematischenAbstraction.
So kann natürlich das Gemeinsame an einer Elleund einem Meterstabe nicht ihre Grösse sein 2 und ebenso berechtigt ist der z. B. von Sigwart 3 erhobene Protestgegen die Meinung des Empirismus, wir fänden die ge-rade Linie in der umgebenden Welt vor. Ist sie dochnichts anderes als die ideale Verbindung zweier Punkte,in der alle zwischen ihnen möglichen gekrümmten LinienZusammentreffen würden, wenn man sie sich ihrer Gestaltnach immer mehr gegenseitig angenähert denkt 4 — alsoebenfalls ein Postulat unseres Denkens und in der Er-fahrung immer nur annähernd verwirklicht.
Endlich soll mit der hier gegebenen Theorie der