Her deutsche Koldat in den Gelegen derHereinigten Masten.
Die Beteiligung der Deutschen an den Kämpfen der Ver-einigten Staaten beschränkt sich keineswegs auf den Bürger-krieg (1861—1865). Seit dem Beginn ihrer Niederlassung indiesem Lande waren sie stets auf dem Platze, wenn es galt, fürdie Verteidigung der neuen Heimat einzutreten. An den äußerstenGrenzen des damaligen Westens bildeten die ersten deutschen An-siedler eine starke Schutzwehr für die britische Flagge gegen ihreErbfeinde, die Franzosen. Ganz natürlich, da viele von dendeutschen Ansiedlern vor den fränkischen Horden geflüchtet waren,die ihre ärmlichen Hütten in den der Wut der Franzosenpreisgegebenen Ländern in Asche gelegt hatten.
Selbst bei den Herrnhutern, die sich hier eine Freistatt ge-sucht, in welcher sie in ihrer Weise Gott dienen könnten — undwelche gleich den Quäkern keine Waffen trugen — wollte sichdas deutsche Blut nicht leicht in diese Lehre des Nachgebcnsfügen, und wenn es ihnen auf friedlichem Wege nicht gelang,mit den Indianern gute Beziehungen zu unterhalten, so zögertendie deutschen Ansiedler nicht, zur Verteidigung ihrer Heimstättenzu den Waffen zu greisen. Die Deutschen aus den StaatenPennsylvanien und New-Hork entsprachen bereitwillig dem Rufezur Verteidigung der neuen Heimat gegen die Franzosen undderen Verbündete, die Indianer. Sie steuerten reichlich von ihrerMannschaft und ihren Mitteln für die Sache der Freiheit imFreiheitskriege. Sie nahmen vollen Anteil an dem Kriege von1812 und dem mexikanischen Kriege. Kurz, überall waren dieDeutschen sehr zahlreich, ja, sie waren sogar in mehr als pro-portionaler Stärke in den für die Verteidigung der Unionaufgebrachten Streitkräften vertreten. Aus New - Hork und
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