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Der Deutsche Soldat in den Kriegen der Vereinigten Staaten von Nordamerika / Von J.G.Rosengarten. Übersetzt von Ch. Grosse
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Baltimore. Bei der Enthüllung wurden Festreden gehalten vondem Staats-Sekretär der Vereinigten Staaten, dem EhrenwertenHerrn A. Bahard, und dem Obersten I. Thomas Scharf, welcherdurch seine Forschungen und Schristen über die Geschichte vonMaryland sehr bekannt ist.

Aus der unvergleichlichen Sammlung des Herrn Dreer inPhiladelphia, der reichen Fundgrube für geschichtliche Forschung,entnehmen wir auch folgenden Bries des Generals von Kalb;derselbe ist so charakteristisch für den Helden in seiner wieder-holten Weigerung, militärischen Rang über Lafayette anzunehmen,daß er als Zeugnis von dem Edelsinn des Mannes wohl dieVeröffentlichung verdient.

Bethlehem, den 18. September 1777.Mein Herr, Seitdem ich durch Herrn Sekretär Thom-son Ihr geehrtes Schreiben empfing, habe ich mich in einer sehr,n schwankenden und unschlüssigen Gemütsstimmung befunden, die

m einerseits dem Wunsche entsprang, in Ihrer Armee zu dienen,

n andererseits der Furcht, in meiner Heimat dafür getadelt zu

:n werden. Aber der Kongreß und Ihre Hochachtung thun mir zu

n, viel Ehre an, als daß ich Ihren Vorschlag zurückweisen könnte,

wenn man mir verschiedene Punkte gewährt, die für meine Be-ruhigung und gänzliche Zufriedenstellung wesentlich sind.n- 1) Daß es mir freistehen möge, meine Stellung auszugeben, wenn

er in der Antwort auf meinen Bericht nach Frankreich über mein

m hiesiges Vorgehen und über mein Verhalten gegen dieOsfiziere, welche

in mit mir herübergekommen sind, sofern diese gegen mein Verweilen

en hier im Lande stimmen sollten, irgend etwas enthalten sein

ler wird, was meinem Rufe und meiner Ehre schaden könnte.

>re 2) Betreffs des mir durch H. Thomas gemachten Anerbietens

nn des Ministeriums, mein Patent auf ein älteres Datum als das

m, des Herrn Marquis de la Fayette zurückzudatieren, möchte ich mir

y- dies verbitten und mein Patent von dem gleichen Datum mit

M dem seinigen haben. Es möge mir vergönnt sein, meine Hoch-

en, schätzung seiner Freundschaft für mich dadurch zu beweisen, daß

as ich ihm in Amerika den Vorrang vor mir lasse, dazu möchte ich

in ihn nicht verstimmen.

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