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Der Deutsche Soldat in den Kriegen der Vereinigten Staaten von Nordamerika / Von J.G.Rosengarten. Übersetzt von Ch. Grosse
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früheren Gefährten sowie feine jüngeren Bewunderer der Hoch-achtung und Liebe beredten Ausdruck, welche feinem Andenkenüberall bewahrt bleiben wird. Sigel, Schurz, Körner,Thielemann, Rombauer, Stifel, Ledergerber,Engelmann und viele andere, die teilweise auf beiden Halb-kugeln für republikanische Grundsätze neben einander gekämpsthatten, gaben Zeugnis von den großen Diensten, welcheFriedrich Heck er der konstitutionellen Freiheit in Europaund Amerika geleistet hat.

Oberst Emil Frey, der Schweizer Gesandte bei denVereinigten Staaten, war Offizier in Heckers Jllinois-Regimentern,im 24. und 82; er war Freiwilliger und ward Lieutenant imersteren und Major im letzteren. Als der Sohn eines hervor-ragenden liberalen Parteiführers im Kanton Basel machte erseinem Vater in seinem Alter die Freude, ihn als Soldaten inder amerikanischen Republik zu sehen und später als dendiplomatischen Vertreter der Schweizer Republik in Washington.Oberst Frehs Rückkehr nach den Vereinigten Staaten wurdedurch ein herzliches Willkommen von feiten seiner SchweizerLandsleute und seiner früheren Kriegskameraden gefeiert, undder Ruhm, den er sich als Soldat der Union erworben, wurdedurch seine geschickte Vertretung der Interessen der SchweizerEidgenossenschaft noch erhöht. Das Band, welches beideRepubliken vereinigt, wurde durch dieses bemerkenswerteBeispiel guter Dienste, welche Schweizer Soldaten der Uniongeleistet haben, noch bedeutend verstärkt. Eine Skizze von einerschweizerischen Kompagnie Scharfschützen, welche den Krieg mit-machten, wurde 1865 zu Richtersweil (Schweiz) gedruckt unterdem TitelDrei Jahre in der Potomac-Armee oder eineSchweizer Schützen-Kompagnie im Nordamerikanischen Kriege,(8. 228 S.)". Der Bericht, welchen der Veteranen-GeneralDufour der Schweizer Eidgenossenschaft sandte, ist eine derbesten Schilderungen der Bundes-Truppen im Anfange desKrieges, und der Besuch des tapferen alten Soldaten ist nochunvergessen bei allen, welche ihn während seines Aufenthaltes indiesem Lande kennen lernten.