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Rang wurde er den Mitgliedern des Kleinen Rates gleichgeachtet; er war als Schultheiß wählbar.
Von großer Bedeutung war ferner die Kommission derSeckelmeister, bestehend aus den Heiden Schultheißen , demSeckelmeister, dem Pfennigschaffner und dem Stadtschreiber.Sie bildeten die Finanz- und Verwaltungsbehörde. IhreRechnung nahm der Kleine Rat ab; die Rechnungsstellungerfolgte aus 1. Mai. Es wurde aber keine Generalrechnungformiert, aus welcher der Zustand des Gemeindegutes, seinjeweiliges Zu- oder Abnehmen ersichtlich gewesen wäre.Man begnügte sich damit, dasselbe sichtbar im Zunehmenzu wissen und behandelte diesen Gegenstand sehr geheimnis-voll. Uebrigens wurde die Verwaltung in hohem Graderedlich und gewissenhaft geführt.*)
Der Magistrat von Zofingen war zu keiner Zeit einemBeamten oder Vertreter der Landesobrigkeit in Bern unter-geordnet, sondern er stand unmittelbar unter der Landes-regierung selbst, und diese verkehrte immer mit den Behördender Stadt direkt. Hochobrigkeitliche Schreiben und Verord-nungen kamen unter der Adresse: „Den ehrsamen, unsernlieben und getreuen, Schultheiß und Rat der Stadt Zofingen ."Zwar hatte der Staat Bern in Zofingen einen Beamten,den beimischen Stifts ch affner; dieser hatte aber nur die Ver-waltung der Güter und Einkünfte des Stiftes zu besorgen;weitere Funktionen hatte er keine, namentlich keine Juris-diktion, nicht einmal in seiner eigenen Wohnung.
Ueber die Besetzung der Räte, Kammern, Aemter undDienste von den Schultheißen bis zum Ausrufer und bishinauf zu den Thor- und Turmwächtern gab der Bürger-schaft das alle vier Jahre neu gedruckte „Regimentsbüchlein"Auskunft. Im Jahre 1798 war Mnwhr. Samuel Falkeisen,geb. 1721, regierender Schultheiß, während Mnwhr. Joh.Senn, geb. 1736, alt Schultheiß war.
Sehr viele Bürger lebten zum Teil aus den Einkünften,die ihnen Aemter und Stellungen gewährten, und gar man-chem waren diese eine willkommene Beigabe zu den Erträg-nissen des Berufes. Vielen auch war ein Aemtlein eine
*) Franz Samt. Müller, Abeiß der Berfassung von Zofingen vor 1798. Mscrpt. der Stadtbibliolhek.