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Vorwort vom Herausgeber bemerkt ist, gleichsam zum2000jährigen Gedächtnis des ersten Zusammenstosses dernordischen Völker mit den Römern 1 , die kritischen Unter-suchungen über die Cimbern und Teutonen bilden. Müllenhoffist ein überaus gelehrter und scharfsinniger Forscher, derdas Material beherrscht und verarbeitet wie kein zweiter;dennoch kann man sich mit seinen Ansichten und Resultatennicht immer einverstanden erklären; denn mit so grosserBestimmtheit sie auch stets entwickelt und vorgetragensind, bleiben sie bisweilen von willkürlichen Annahmen undSchlüssen durchaus nicht frei. So hat Müllenhoff auch hierbereits seine Gegner gefunden, z. B. in dem gelehrten Kelto -logen d’Arbois de Jubainville, der in einem sehr korrektenund angenehm zu lesenden Aufsatz 2 MüllenhofFs These inbe-treff der Heimat der Nordleute zu gunsten der mommsen-schen verwirft, während er Müllenhoff’s Ansicht vom erstenerscheinen der Teutonen (contra Mommsen) beistimmt. Auchin unwesentlicheren Dingen kann Müllenhoff häufig wider-legt und berichtigt wmrden. Immerhin ist der 2. Band der„Deutschen Altertumskunde“ diejenige Arbeit, mit der wiram meisten zu rechnen haben ; denn in Bezug auf Ausführ-lichkeit und Vollständigkeit steht sie von allen Behandlungenunseres Themas obenan.
Von Schriften, in denen die Cimbern und Teutonengelegentlich zur Behandlung kommen, seien erwähnt „dieSueben“ und der „Ursprung des Germanennamens“, beidesvon G. Kossinna , und die „Südmark der Germanen“ von R.Much, gegen deren Ansichten wir zum Teil zu polemisirenhaben werden 3 .
Endlich seien noch die neuesten Monographieen überdie Wanderungen der Cimbern und Teutonen oder einesTeiles derselben erwähnt.
1 113 v. Chr. bis 1887 n. dir.
2 Revue Celtique Bd. XII, S. 1 ff.
3 Die Meinung Kossinna’s, dass die Teutonen Kelten seien, hatschon d’Arbois d. J. 1. c. aus sprachlichen Gründen verworfen.