XII
seitigen, anderseits gegen die Annahme, als wenn ich einen, nochdazu den wichtigsten Teil der mir anvertrauten Position, welchenich thatsächlich von Hause aus besetzt gehabt, aus der Hand ge-geben und die Übersicht und den Zusammenhang in dem mir an-vertrauten Abschnitt und damit meine Einwirkung auf denselbenauch nur einen Augenblick verloren gehabt habe.
Es will mir scheinen, als wenn der sonst kritische Verfassersich hierbei in der ihn übrigens ehrenden Vorliebe für sein altesRegiment, dessen Compagnie»! er am liebsten alles zugeschriebenhätte, zu sehr von seinem Herzen leiten ließ.
Bei dem Viertcljahrhundert, welches uns von den Ereignissentrennt, ist es mißlich, sich aus seine Erinnerungen zu verlassen.Ich werde mich daher in den folgenden Mitteilungen im wesent-lichen auf die in meinen Händen befindlichen Aufzeichnungen jenerTage stützen und, wo es not thut, den von Hoenig veröffentlichtenSchriftstücken die meinigen folgen lassen, nachdem durch die Publi-kation des Hoenigschen Werkes die weitere, öffentliche Diskussiondes Gegenstandes nicht mehr zu vermeiden ist. Ich beginne hier-bei mit den Vorgängen der bisherigen Geschichtschreibung undschicke voraus: Das 16. Regiment, welchem ich angehörte, verließBeaune la Rolande nach der Schlacht, am 29. November, und ge-langte an diesem Tage, nach einem anstrengenden Marsch, in LesCütelles und Venouille ins Quartier. Hier wurden wir am fol-genden Morgen alarmiert, als ich mit meinen Compagnieführernüber die Vorschläge zu den Dekorationen für die Schlacht verhan-delte. In dem sich anschließenden Gefechte wurde ich schwer ver-wundet. Ich konnte daher weder über den 28. noch über den 30.den mir obliegenden Gefechtsbericht rechtzeitig einreichen.
Daß ein anderer einen vollständigen Bericht über die Vor-kommnisse meines Befehlsbereichs am 28. aus eigener Anschauungnicht zu erstatten vermochte, lag in den örtlichen Verhältnissen.Sollte ein solcher Bericht nach Möglichkeit zusammengestellt werden,mußten dazu wenigstens die Einzelberichte der acht unter mirthätig gewesenen, teilweise auseinandergerissenen Compagnie»!, derenZugführer zum Teil Unteroffiziere ivaren, vorliegen. Zu diesenSchwierigkeiten der Berichterstattung kam, daß ein Compagnieführeram 28. verwundet wurde, ein anderer am 30. fiel, ein dritter er-