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und nochmals meinen Glückwunsch zum eisernen Kreuz. Ihretapferen Ahnen werden sich freuen ob ihres tapferen Sprossen."
V.
Das Lager von Maizieres.
Am 11. Oktober konnte ich nachhause schreiben: „Ich bin heuteim Lager von Maizieres, zum erstenmal nach langer Zeitordentlich unter Dach und Fach gewesen.
„Ich bin gesund. Unserem Obersten geht es aber leider schlecht;es thäte mir zu leid, wenn er uns verloren ginge.
„Der junge Sannow ist nicht unbedenklich an den Nerven er-krankt, aber in guter Pflege, wovon sich sein Vater überzeugt hat.
„Ich hatte den Auftrag, in dem Dorfe Maizieres, in welchemsich verschiedene Stäbe und Truppenteile der Divisionen Schwartz-koppen und Kummer befanden, die Geschäfte eines Ortskomman-danten zu versehen. Kaum aber machte ich Anstalten, gewissenÜberschreitungen entgegenzutreten, als mit diesen Funktionen, wiees scheint, aus die Beschwerde einer militärischen Branche, welchesich in ihrem Besitzstände bedroht fühlen mochte, ein höherer Offi-zier betraut wurde.
„Das bescheidene Quartier, welches ich in dem Dorfe hatte,Vertauschte ich mit einer Barock enhütte, welche ich mit meinemAdjutanten, Premierlieutenant v. Haeften und Lieutenant Frie-drichsen teilte."
„Wir haben", schrieb ich am 14. nachhause, „einen vierschlä-frigcn Strohsack auf der Erde, einen runden Tisch, einen wenigbrennenden Ofen und einige Fenster zum Durchregnen. In einemVorraum stehen unsere Koffer.
„Die Geschütze donnern. Gestern hatten wir eine mehrstün-dige Waffenruhe und begruben die Toten vom 7."
Da es unaufhörlich regnete und unser Lagerplatz sich auf leh-migen Boden befand, so war die Passage eine grundlose,v. N a tz m e r, Bei der Landwehr, vor Metz !c. 3