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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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Straße befand sich ein mauerfcster Garten, der, ebenso wie dieHäuser, zur Verteidigung eingerichtet war.

Südlich, in der Entfernung von 400 500 Schritten, lagenzwei Gehöfte (de la Fontaine) zu Seiten der Straße. Sie botendem Feinde einen Stützpunkt zum Angriff, sonst war das Vor-tcrrain gänzlich frei."

Ebenso vortrefflich lag die sich anschließende 4. CompagnieMünchen mit ihren zwei Zügen wie Schützen hinter Mauern, ihrendritten Zug detachierte ich in dem Bewußtsein, daß, so lange ichauf Vorposten gewesen war, die Verbindung mit dem 3. Corps zuwünschen übrig gelassen hatte, an den Schnittpunkt der StraßeBarville-Egry, zunächst zur Beobachtung.

Dicht neben der Maucrposition der 4. Compagnie (München)besetzte die Compagnie v. Neröe mit einem Zuge unter dem Lieute-nant Ziehen den, wenn nicht von uns ausgeworfenen, so erwei-terten, vertieften und verstärkten Schützengraben, eine vorgeschobenePosition mit einem Gehöft auf dem rechten Flügel, welches dierechts rückwärts belegenen Häuser flankierte. Diese Häuser erhieltder Feldwebel Fulde mit seinem Zuge zugeteilt, den Kirchhofein Zug derselben Compagnie unter dem Lieutenant Haus-mann.

Alle meine Züge hatten ein im allgemeinen gutes Schußfeld,im besonderen der Kirchhof, ein Rechteck, dessen lange Seite nachWesten zeigte, und hier und nach Norden, auch nach Osten bis auf einemassive hohe Mauer an der Südecke, vollständig frei lag. Dabeiwar der Kirchhof, dessen einziger Eingang, ein großes Thor, nichtan der Ostseite, sondern an der Südseite, in der Weststraße lag,durch eine 4 Fuß hohe Mauer, welche die Umfassung ausmachte,sturmfrei.

Der Schützengraben und die Häuser hatten als Hindernis fürdie Annäherung, im besten Schußbereich, einen tiefen Wassergraben,den mehrere Schritt breiten Rolandebach, leider auch daselbst einGehöft, welches man, vom Standpunkt der Verteidigung, besserfrüher beseitigt hätte. Jetzt war nicht mehr daran zu denken^).

Alle Zugführer beschäftigten sich mit ihren Leuten, ihre Stel-lungen besser einzurichten und zu verstärken^).

Das Vorgehen des Feindes vom Standpunkt der Vertei-