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ches sich, von Batilly von Vorposten gekommen, der Batterie an-geschlossen hatte.
Da die Möglichkeit nicht ausgeschlossen war, daß die Infanterie,welche aus dem Gehölz heraustrat, zu uns gehörte, ersuchte ichNeröe, sich zu unserer Artillerie zu begeben, die Reiter, welche sichbei ihr befanden, zu veranlassen, die Anmarschierenden zu rekog-noszieren und Frels darauf aufmerksam zu machen, daß seine Bat-terie den Kirchhof, über dessen Bedeutung kein Zweifel sein konnte,maskiere. Mentz sollte Neröe begleiten.
Nicht lange darauf feuerte die Batterie und stoben die Getrof-fenen auseinander und in das Gehölz zurück. Es war 10^ Uhr,nicht später. Meine Abgesandten, die hierauf zurückkehrten, mel-deten mir, daß daran, daß es der Feind sei, den wir vor unshatten, nicht mehr zu zweifeln sei^).
In der That war es die 1. Division (General de Po-lignac) des 20. Corps, welche den Versuch machte, unseremrechten Flügel von Batilly her zu umfassen, ein auffallendes Unter-nehmen, wenn man bedenkt, daß der Corpscommandeur, GeneralCrouzat, noch vor wenigen Tagen unsere Übermacht für so großhielt, daß er nichts dagegen zu unternehmen wagte. Erwägt manaber, daß Crouzat am Morgen des Tages, beim Ausbruch nach Beaune,dem Kommandierenden des 15. französischen Corps, welcher ihnunterstützen wollte, sagen ließ: „er fühle sich stark genug, die ihmentgegenstehenden Schwierigkeiten zu beseitigen", so können wirnicht zweifeln, daß er inzwischen davon unterrichtet war, wie aus-einandergezogen die Stellung des 10. Corps, wie schwach die fürBeaune bestimmte Truppenzahl war und daß das 3. Corps nochzu entfernt war, um bei dem nunmehrigen Angriff rechtzeitigeinzugreifen. Und doch wußte er noch nicht, daß die BrigadeLehmann und unsere Corpsartillerie mit dem ersten Alarm nachdem Bahnhof Beaune abmarschiert war und daß die einzige Re-serve für die Besatzung von Beaune das von den Vorposten kommende57. Regiment, eine Pioniercompagnie, zwei Schwadronen hessischerReiter und zwei Batterieen waren.
So unklar diese Verhältnisse auch den Verteidigern waren, sokonnte ich mich dem Eindruck nicht entziehen, daß ich Gefahr lause,auf meinem rechten Flügel vom Feinde angegriffen zu werden, für