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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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indem auch auf dieser Front Mannschaften von 2/16 eindoubliertwaren.

Bald, nachdem die Aufstellung der 57er vollendet war, em-pfing ich, auf meine Bitte, die erste Unterstützung vonseiten meinesRegiments.

Die 6. Compagnie hatte sich am östlichen Ausgang von Beaunein einer Reservestellung befunden, als sie vom OberstlieutenantSannow den Befehl erhielt, zur Unterstützung des 1. Bataillonsabzurücken.

Im Laufschritt eilte Hauptmann Mitschke mit dieser Com-pagnie durch die Straßen der mit Granaten beworfenen Stadt underhielt an der Westseite (meinem Standort an der Brücke) ange-kommen, durch meinen Adjutanten, Lieutenant Frieg, den Befehl,die Verteidigung der beiden Barrikaden am Ormer Ausgang zuübernehmen. Hauptmann Mitschke bestimmte hierzu je einen Zugunter den Lieutenants Wolf 1 und Bacmeister und nahm dendritten Zug unter Feldwebel v. Euen in die Reserve, hinterein Gehöft, welches zwischen den Barrikaden lag.

Als Mitschke die Westfront der inneren Stadt passierte, fander hier, nach seinem Bericht, in der Reservestellung die 2. Com-pagnie Mentz, d. h. zwei Züge derselben. Der dritte Zug warnoch am Ormer Ausgang und wartete daselbst seiner nunmehrigenAblösung.

4.

In hellen Hausen zogen sich unsere Gegner mit vielen Seiten-bewegungen auseinander, wobei wir sie, ihre Entwickelung zustören, lebhaft beschossen. Es waren, wie wir jetzt wissen, dieBrigaden Vivenot undBrisac, von denen die letztere gegendie Westseite des Kirchhofes, die andere gegen die Südwestfrontder Stadt losstürmen sollte, sobald sich die Division Polignac, zuwelcher die Brigade Brisac gehörte, vor der Westfront von Beauneentwickelt hatte.

Der in seinem Schützengraben ohne jedes Geräusch thätige undaufmerksame Lieutenant Ziehen hat über die weiteren An-grifssbcwegungen des Feindes berichtet:Die feindlichen Kolonnenzogen sich von St. Loup aus von dem am Fuße der Anhöhe belegenen