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Oberstlieutenant Lancelle", heißt es alsdann bei Hoenig,„hat mir wiederholt über seine Auseinandersetzungen mit dem ehe-maligen H. v. Natzmcr gesprochen. Er bezeichnete diese als einBiergespräch, dem er keinen Wert beilegte, das was er zu sagengehabt, hätte er dienstlich berichtet, alles Weitere scheere ihn nicht."
Daß Lancelle diese nicht unwichtige Angelegenheit mit einemjüngeren Kameraden am Biertisch nicht behandeln wollte, finde ichsehr zutreffend. Ich habe auch nicht mit ihm am Biertisch ver-handelt, überhaupt nicht mit ihm aus diesem Comment gestanden,sondern mich, auch nach Ausweis meiner damaligen Aufzeichnungenüber den Waffenstillstand, einer rücksichtsvollen Aufmerksamkeit zuerfreuen gehabt.
Anderseits übersieht H. Hoenig, daß die Diffcrenzpunkte mehrals private Auseinandersetzungen waren, daß sie schon damalsvon mir an der Stelle, welche das Interesse beider Regimenter zuvertreten hatte, dienstlich zur Sprache gebracht waren, und daß ichin meinem auf dem Instanzenwege an den großen Generalstab ge-richteten P. M. von 1873 unwidersprochen melden konnte. „Alsich Lancelle in Courban auf die Unrichtigkeiten, welche diese seineDarstellung enthält, aufmerksam machte, gab er sie mir zu und be-dauerte den Bericht, weil er schon weitergegeben, nicht mehr än-dern zu können."
Dieser offenen Aussprache brauche ich mich doch nicht zu schä-men, nachdem von dem hierzu allein Berechtigten in den langenJahren, wo er noch lebte, kein Widerspruch erhoben ist, und eineSache, für welche ich vor einem Vierleljahrhundert in ernstesterWeise eingetreten bin und gegen die auch von anderer Seite nichtsÜberzeugendes vorgebracht ist, um der schönen Augen deS Ver-fassers, d. h. seiner litterarischen Erfolge willen, aufzugeben.
Wenn aber, aus den Hoenigschen Mitteilungen, auch hervorgeht,daß nicht nur ihm meine Auseinandersetzungen mit Lancelle so be-kannt waren, daß er wiederholt mit diesem darüber gesprochen hat,sondern auch, daß dem Major v. Wehren nicht unbekannt gebliebenist, daß sein Name mit den Berichten von Lancelle und Feige,um welche es sich bei jenen Differenzen handelte, in ähnlicherWeise in Beziehung gebracht wurde, wie ich dies im Januarheftausgesprochen habe, so darf ich wohl aus dem Umstand, daß auch