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andere an der Straße von Villiers* **) ) und von neuem steht auf derlangen Linie vom Eisenbahndamm bis znm Hohlweg von Bry Geschützan Geschütz, so daß die deutschen Geschosse nicht mehr fehlen können.
Die ganze Front ist in Flammen gehüllt, kaum unterscheidet manmehr die einzelnen Entladungen der Geschütze, es ist ein unaufhörlichesGrollen und Donnern.")
Nur mit größter Mühe gelingt es den französischen Artillerie-Generalen, ihre Batterien im Feuer zu halten und sehr bald sind vonneuem 2 französische Batterien zusammengeschossen.***)
Der Artilleriegeneral Frobault nebst seinem Generalstabs-Chef OberstVillers und 4 andere Offiziere seines Stabes wurden verwundet,der kommandierende General des II. Armeekorps Renault fällt in derMitte seiner Batterien, welche sich unter größten Verlusten dennochhalten.
Allein auch die Deutschen haben während dieses Kampfes einekleine Verstärkung erhalten, indem gegen 11?/^ Uhr die sächsische4. leichte Batterie Premierlientenant Teichmann bei Villiers eingetroffenund neben der Batterie Bücher am Kirchhofe aufgefahren war.
Nachdem die Batterie Teichmann hier nur wenige Granaten ver-feuert hatte, erhielt sie von General v. Reitzenstein Befehl, südlichdes Schlosses neben der Württembergischen Batterie Wagner in Stellungzu gehen.
Im heftigsten Granatfeuer fährt die Batterie durch das Dorf Villiers,dessen Gassen durch Trümmer eingestürzter Häuser und Mauern teil-weise gesperrt sind. Doch endlich gelingt es der Batterie, neben derBatterie Wagner aufzufahren und mit 4 Geschützen am Kampfe Theil,zu nehmen. Die beiden andern Geschütze der Batterie haben keinen
*) Es sind dies die Batterien Nismes 10/21, Mahieu 8/21 und TrSmoulet17/4. Duc. II. S. 213.
**) Südlich der Bahn 4/21 und 15/10, an der Straße von Villiers 5/21,8,3, 16/4.
***) 5/21 Chalain verliert in noch nicht '/>, Stunde 4 Geschützführer 27 Mann,8/3 Moriau wird nur noch von Infanteristen bedient, 4 Geschütze dieser Batterienhaben nur je 2 Pferde, die andern Geschütze werden von Mannschaften zurück-gezogen. Duc. II S. 217.