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Bei den Sachsen hatte Prinz Georg schon gegen 2 Uhr Nach-mittags dem grvßern Theile der 45. Brigade Befehl gegeben anf dasrechte Marnenfer abzngehen nnd es trafen demzufolge nm 4Z/z Uhrdas 11/105 des Jägerbataillons Nr. 13 nnd eine Batterie bei Noisy,während etwas später das 11/108 nnd 111/100 bei Gonrnay nnd nochspäter die anderen Bataillone Regiments Nr. 108 hinter Noish eintrafen.
Der kommandierende General der Sachsen verlegte sein Haupt-quartier nach Champs nnd es besetzten nun die Sachsen mit 2 Bataillonendie Vorposten von Billiers bis Noisy, während die andern Truppenin Noisy, Malnone, Champs theils in Massenqnartiere gelegt wurden,theils im Biwack verblieben.
Die Franzosen ihrerseits hatten die ganzen Linie von Champignybis Bry besetzt, in welcher ihre Massen biwackiertc».
Ihre Vorposten standen nur einige hundert Bieter von den unsernentfernt.
Anf unserem äußersten linken Flügel hatten die Truppen der 2.und 3. württcmbergischcn Brigade bald nach 3 Uhr wieder die altenVorposten besetzt, während die 7. Brigade du Trvssel nach ValentonVilleneuve St. George, die anderen württembergischen Truppentheilein ihre alten Standorte zurückgingen.
So war nun der gewaltige Kampf zu Ende, der Durchbruch desFeindes vereitelt, seine Divisionen in der Haltung erschüttert.
Heute nach 25 Jahren dürfen die württeinbergische erste Brigadennd die sächsische vierte Brigade (48) mit gerechtem Stolze auf dievergangenen Tage zurückblicke», denn diesen zwei Brigaden gebührt derRuhm des Tages.
Mit nur 11 1/2 Bataillonen und 5 Batterien haben diese Brigadenunter ihren tapferen Führern dem General v. Reitzeustein und demOberst v. Abendrvth den ganzen Tag über dem übermächtigen Anprallvon 5 französischen Divisionen mit 65 Bataillonen standgehalten.*)
*) General Ducrot gibt Bd. II S. 285 die Zahl aller zwischen Mcsly undNoisy verwandten Bataillone auf 92 an. Hievon sind für Champigny—Noisy ab-zuziehen, Division Susbielle mit 12 Bataillonen, Mattat init 16, zusammen 28 alsobleiben 64 Bataillone.